10.000 Sicherheitskräfte

WM in Brasilien: Spezialeinheit gegen Proteste

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Beim Confed Cup war es zu Protesten gekommen. Damals wurden Armee und militarisierte Polizei für die Sicherheit von Fans und Spielern eingesetzt

Sao Paulo - Da wird ordentlich aufgestockt: Brasilien will mit einer Spezialeinheit aus 10.000 Sicherheitskräften gegen mögliche Proteste während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer vorgehen.

Die Task Force solle in allen zwölf WM-Städten zum Einsatz bereit sein, sagte der Kommandeur der Truppe, Oberst Alexandre Aragon, am Freitag dem Nachrichtenportal G1.

Die aus Freiwilligen der nationalen Sicherheitstruppe gebildete Sondereinheit werde seit 2011 zur Konfrontation mit gewalttätigen Demonstranten ausgebildet. Sie solle die lokale Polizei bei Ausschreitungen unterstützen. Zur Ausstattung gehören auch Miniroboter, die die Proteste aus unmittelbarer Nähe filmen können. Der Roboter soll vor allem zur Überwachung der Mitglieder der anarchistischen Gruppe „Black Bloc“ eingesetzt werden, die bei den jüngsten Protesten in Brasilien besonders aktiv waren.

Während des Confederations Cup im vergangenen Jahr waren bis zu eine Million Menschen auf die Straße gegangen. Sie protestierten zunächst gegen Fahrpreiserhöhungen, dann aber auch gegen Korruption, Misswirtschaft, die Milliarden-WM-Ausgaben, gegen Parteienfilz und die Missstände an Schulen und Hospitälern. In einigen Städten kam es zu Chaos, Randale und Straßenschlachten. „Die Gewalt bei den jüngsten Protesten hat uns besorgt“, sagte Aragon.

dpa

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