Zweites Spiel - zweiter Sieg

Schnellcheck zur WM: Deutsche Fußballerien schlagen Spanien mit 1:0 

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Das 1:0 der deutschen Mannschaft ist unterwegs: Sara Däbritz (rechts) stochert den Ball gegen Spaniens Torhüterin Sandra Panos (links) und Marta Torrejon über die Torlinie.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen setzte sich gegen den vermeintlich stärksten Gruppengegner Spanien mit 1:0 durch. 

Mit diesem Erfolg in Valenciennes hat die DFB-Elf bei der WM in Frankreich den Einzug ins Achtelfinale so gut wie sicher. Unser Schnellcheck:

Wie reagierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf den Ausfall von Dzsenifer Maroszan?

Die Wolfsburgerin Lena Goeßling rückte für die Edeltechnikerin ins Mittelfeld, die sich beim 1:0 im Auftaktspiel gegen China einen Zehenbruch zugezogen hatte. Insofern wichtig, als dadurch Svenja Huth auf der rechten Seite mehr Zug nach vorn entwickeln konnte. Aber dazu später mehr. Die aus Baunatal stammende Carolin Simon verfolgte das Geschehen diesmal von der Bank aus.

Wie fand die deutsche Mannschaft ins Spiel?

Die Frage könnte auch lauten: Warum gehörten die ersten 20 Minuten den Spanierinnen? Denn das technisch versierte Team von der iberischen Halbinsel war zunächst gefährlicher. Ein Tor schien nur eine Frage der Zeit. Zumal Nahikari Garcia zweimal Richtung deutsches Tor marschierte, aus den Möglichkeiten aber kein Kapital schlug (6., 16.).

Wann nahm denn die DFB-Elf an der Vorrundenpartie endlich teil?

In der 25. Minute wurde Nahikari wegen einer Verletzung behandelt. In dieser Pause standen die deutschen Spielerinnen nahe des Mittelkreises dicht zusammen. Es wirkte so, als würden sie sich noch einmal neu einschwören. Jedenfalls war das Team um Kapitänin Alexandra Popp danach besser im Spiel. Mit dem Ergebnis, dass es kurz vor der Pause 1:0 in Führung ging. Ausgangspunkt? Svenja Huth. Die Potsdamerin übt Druck über die rechte Seite aus, sie flankt, ein Kopfball von Popp – Spaniens Torfrau Sandra Panos kann noch parieren, aber dann staubt Sara Däbritz ab (42.).

Wie viel Selbstvertrauen gab dieser Treffer dem deutschen Team?

So viel, dass direkt nach dem Wiederanpfiff das 2:0 im Bereich des Möglichen lag. Die kurz zuvor eingewechselte Klara Bühl setzte Popp in Szene, die Stürmerin konnte den Kopfball aber nicht gut platzieren (50.). Bühl sorgte überhaupt für viele Akzente. In der 62. Minute prüfte die Freiburgerin Panos, nachdem sie den Ball herrlich in den Lauf gespielt bekommen hatte. Von rechts – natürlich von Huth. Die Führung war inzwischen verdient.

Wie gingen die Spanierinnen mit dem Rückstand um?

Sie brauchten vor 20 700 Zuschauern einige Zeit, um wieder mit mehr Schwung nach vorn zu spielen. Ab Mitte des zweiten Abschnitts kombinierten sie sich ein ums andere mal durchaus gefällig bis in den gegnerischen Strafraum. Allerdings mangelte es der Elf von Jorge Vilda, dem mit 37 Jahren jüngsten Trainer dieser WM, an der nötigen Kaltschnäuzigkeit. Zudem war Torfrau Almuth Schult ein sicherer Rückhalt.

Wie war die Übertragung im TV?

Die ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann sah einen deutschen Sieg „mit etwas Glück, viel Geschick und ganz viel Herzblut“. Dem war absolut nichts hinzuzufügen.

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