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WM 2022: BVB-Star wegen Nicht-Nominierung am Boden zerstört - DFB-Karriere zu Ende?

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Von: Sascha Mehr

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Mats Hummels (l.) und Marco Reus sind bei der WM 2022 nicht dabei.
Mats Hummels (l.) und Marco Reus sind bei der WM 2022 nicht dabei. © IMAGO/Ralf Treese

Bundestrainer Hansi Flick hat den Kader für die WM 2022 bekannt gegeben. Ein DFB-Star ist untröstlich über seine Nicht-Nominierung.

Frankfurt - Das Warten hat ein Ende. Hansi Flick hat den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die WM 2022 in Katar bekannt gegeben und dabei durchaus überrascht. Zu den Spielern, mit denen nicht jeder gerechnet hat, zählen Youssoufa Moukoko, Karim Adeyemi (beide Borussia Dortmund), Niclas Füllkrug (Werder Bremen), Armel Bella-Kotchap (FC Southampton) und Lukas Klostermann (RB Leipzig). Moukoko und Füllkrug sind noch ohne A-Länderspiel, wussten aber in der laufenden Bundesligasaison zu überzeugen. Adeyemi läuft seiner Form hinterher und Lukas Klostermann war lange Zeit verletzt.

WM 2022: Hansi Flick überrascht bei Kader-Nominierung

Bundestrainer Flick und sein Team sind aber von diesen Spielern überzeugt, wie auch von Armel Bella-Kotchap. Der Innenverteidiger vom FC Southampton debütierte zuletzt in der Nations League-Partie in England und rutschte durch starke Leistungen in der Premier League in den WM-Kader. Viele Fans und Experten hatten an seiner Stelle eher Mats Hummels gesehen. Der Routinier vom BVB wurde aber nicht nominiert und muss sich die Weltmeisterschaft vor dem Fernseher anschauen.

„Er hat eine hervorragende Form, ist topfit und für Dortmund ein sehr wertvoller Spieler. Wir müssen aber auch ein bisschen die Zukunft im Blick haben“, begründete Bundestrainer Hansi Flick die Entscheidung gegen Hummels und für Bella-Kotchap. In der defensiven Zentrale vertraut er auf Antonio Rüdiger, Niklas Süle, Nico Schlotterbeck und Matthias Ginter. „Wir haben vier Innenverteidiger von enormer Qualität“, so der DFB-Coach. Außerdem stünden auch Thilo Kehrer und Armel Bella Kotchap für die Innenverteidigung bereit.

WM 2022: Hummels enttäuscht über Nicht-Nominierung

Mats Hummels selbst zeigte sich extrem enttäuscht über seine Nicht-Nominierung. „Wenig überraschend ist das eine der größeren Enttäuschungen meiner Karriere. Ich drücke der Mannschaft die Daumen bei der WM und werde die Zeit nutzen, um wie jedes Mal mit harter Arbeit auf eine solche Erfahrung zu reagieren“, schrieb der Weltmeister von 2014 bei Instagram.

Für den fast 34-jährigen Hummels war die WM 2022 mit großer Sicherheit die letzte Chance auf ein großes Turnier. Es ist davon auszugehen, dass das EM-Achtelfinale gegen England im vergangenen Jahr sein letztes Länderspiel gewesen ist. Hummels absolvierte 76 Partien für Deutschland, in denen er fünf Treffer erzielte. Sein wichtigstes Tor war wahrscheinlich das 1:0 gegen Frankreich im Viertelfinale der WM 2014. (smr)

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