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Glanzpunkte des Spieltags in der Fußball-Bundesliga: Wo die Ostersonne lacht

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Von: Maximilian Bülau, Pascal Spindler

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Florian Kainz.
Derbysieger: Florian Kainz vom 1. FC Köln. © Imago/Herbert Bucco

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Klar. Doch dies ist die helle Seite der Fußball-Bundesliga. Hier finden Sie die Glanzpunkte des Spieltags.

Die dunkle Seite, die Schattenseite des Wochenendes, die sehen Sie, wenn Sie einmal umblättern.

Titel und Thomas

Nach dem Champions-League-Aus gegen Villarreal stand für den FC Bayern das Kontrastprogramm auf der Bielefelder Alm an. Der nächste Stolperstein? Nein, denn die Münchner erfüllten ihre Pflichtaufgabe beim Abstiegskandidaten souverän, auch wenn sich die Arminia lange sehr tapfer schlug und nach Kräften wehrte. Jacob Laursen (10.) per Eigentor, Serge Gnabry (45.+7) und Jamal Musiala (85.) sorgten für einen 3:0-Sieg. Für die Bayern bedeutet das nun: Bereits am nächsten Spieltag kann die Meisterschaft klargemacht werden. Und das ausgerechnet im Duell mit Borussia Dortmund. Es wäre der zehnte Bundesliga-Titel in Folge. Natürlich Rekord. Weitere erfreuliche Nachricht: Thomas Müller verkündete nach der Partie zwar noch keine Verlängerung seines 2023 auslaufenden Arbeitspapiers. Doch er machte deutlich: Ich will, der Verein will, es ist nur eine Frage der Zeit.

Köln und Kainz

Wer Kölns Trainer Steffen Baumgart nach dem Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach (3:1) zuhörte, der konnte annehmen, dass Florian Kainz ein durchschnittliches Bundesliga-Spiel abgeliefert hatte. Seine Leistung sei besser als in den letzten beiden Partien gewesen. Da habe er ihm nicht gefallen. Darüber hätten sie auch gesprochen, sagte Baumgart. Der hatte vor dem Spieltag aufhorchen lassen, als er offensiv verkündete, dass nach dem gesicherten Klassenerhalt nun der Blick Richtung Europa gerichtet würde. Aber die Kölner ließen den Worten Taten folgen. Die Kölner – und Kainz. Der Österreicher bereitete das 1:0 von Anthony Modeste vor (5.), erzielte das 2:0 selbst (20.) und leitete das 3:0 von Dejan Ljubicic indirekt durch einen robusten Zweikampf ein. Erstmals seit der Saison 1989/90 hat der Effzeh nun beide rheinischen Derbys einer Spielzeit gewonnen (Hinrunde 4:1). Daran änderte auch der Treffer von Breel Embolo nichts mehr (85.).

Tore und Träume

Wer während der Partie zwischen Dortmund und Wolfsburg nur mal eben aus dem Raum ging, um etwas zu erledigen, der lief Gefahr, einiges zu verpassen. Denn bis zur 24. Minute stand es 0:0. In der 38. Minute führte der BVB auf einmal 5:0. Die Torschützen: Tom Rothe (siehe Artikel unten), Axel Witsel, Manuel Akanji, Emre Can und Erling Haaland. Haaland traf neun Minuten nach Wiederbeginn auch noch zum 6:0, Wolfsburgs Ridle Baku gelang der Ehrentreffer (81.). Der deutliche Sieg, bei dem auch die Talente Lion Semic aus dem nordhessischen Fritzlar und Jamie Bynoe-Gittens zum Einsatz kamen, hat für Dortmund die Folge, dass die Champions-League-Qualifikation sicher ist. Und das lässt natürlich träumen – aber wohl kaum von einem Verbleib des Norwegers Haaland.

Hacke und Hoffnung

Hertha BSC hat gewonnen. Ja, das stimmt wirklich. Beim FC Augsburg gelang den Berlinern dank eines Hacken-Tores von Suat Serdar (49.) ein 1:0-Erfolg. Steffen Baumgart kann die Hacke auf dem Fußballplatz nicht leiden. Seinem Kollegen Felix Magath wird sie gefallen haben. Zumindest gab sie den Herthanern wieder Hoffnung.

Siege und Sprünge

Wissen Sie, wann RB Leipzig das letzte Mal verloren hat? Am 5. Februar gegen den FC Bayern (2:3). Es folgten nunmehr 14 Spiele ohne Niederlage, davon zehn Siege. Das 1:0 am Sonntag gegen Leverkusen bedeutete den Sprung auf Platz drei. Immerhin auf Rang sechs ist Union Berlin durch den 2:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt gesprungen, der SC Freiburg hat durch das 3:0 gegen den VfL Bochum den Rückstand auf Platz vier und Leverkusen auf einen Zähler verkürzt. Ach so, die Eintracht ist nicht gesprungen, sondern zurückgefallen auf Platz zehn und hinter Mainz 05 (0:0 gegen Stuttgart). Aber ganz ehrlich: Na und? Nach dem Sieg in Barcelona ist als nur Glanz. (Maximilian Bülau und Pascal Spindler)

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