Fußball-Bundesliga: Vier Tore für Wolfsburg

Wölfe feiern Dost

Bas Dost

Leverkusen. Bas Dost konnte sein Glück kaum fassen. „Ich muss mich erstmal zwicken, ob das wirklich passiert ist“, sagte der Stürmer des VfL Wolfsburg nach seiner Vier-Tore-Gala im 5:4-Bundesliga-Krimi bei Bayer Leverkusen. Nach drei schweren Jahren hat der nicht selten als Fehleinkauf bezeichnete Niederländer den Durchbruch geschafft. „Es hat lange gedauert, aber wenn ich fit bin, bin ich gut genug für den VfL Wolfsburg“, meinte der 1,92 Meter lange Hüne. Neun Tore in zuletzt zehn Bundesligaspielen sind der Beweis.

„Es war eine Scheiß-Zeit“, berichtete der 25-jährige Dost von Wochen der Ungewissheit und des Zweifels, als sein Verkauf zur Debatte stand: „Es sollte vielleicht ein neuer Stürmer geholt werden.“ Stattdessen wurde Ivica Olic, an dem für ihn kaum ein Vorbeikommen war, an den Hamburger SV verkauft und Flügelspieler André Schürrle geholt. „Das war ein wichtiges Zeichen und ein Riesen-Vertrauensvorschuss an ihn. Diesen zahlt er jetzt zurück“, erklärte VfL-Trainer Dieter Hecking.

Für Dost sind die vier Tore (6./29./63./90+3. Minute) etwas Besonderes, aber kein persönlicher Rekord. Im Dezember 2011 erzielte er beim 5:0 des SC Heerenveen bei Excelsior Rotterdam alle fünf Tore. „Aber das war gegen den 16. der Ehrendivision“, relativierte Dost, der im Sommer 2011 für rund sieben Millionen Euro nach Wolfsburg gekommen war. „Der Gegner von heute ist Bundesliga-Sechster. Da sind vier Tore eine größere Hausnummer.“ Und der letzte Treffer war die Krönung. „Das Beste war, das Siegtor noch zu schießen. Ich fahre erstmal mit dem Bus zurück und werde viel zum Lachen haben.“

Viel Lob erhielt Stehaufmännchen Dost, der bei der Anreise im ICE wegen eines Durcheinanders bei der Platzreservierung auf dem Boden sitzen musste, auch von Wolfsburgs Manager Klaus Allofs. „Er hat das außergewöhnlich gut gemacht“, sagte er und fügte wegen seiner etwas ungelenken Spielweise hinzu: „Es sieht bei ihm oft anders aus als bei anderen Spielern. Aber er ist nicht weniger effektiv.“ Vier Tore in einem Spiel waren in der Wolfsburger Bundesliga-Geschichte zuvor nur Martin Petrow (2004/05) gelungen. (dpa) Foto: dpa

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