Europa League: Wolfsburg erwartet FC Everton

Wölfe können heute alles klarmachen

Kann sich heute Hoffnung auf einen Startelf-Einsatz machen: Junior Malanda (rechts) gegen Evertons Seamus Coleman. Foto: dpa

Wolfsburg. Der von Verletzungen geplagte VfL Wolfsburg kämpft gegen seinen England-Fluch. Um heute (19 Uhr/Sky) gegen den FC Everton das angepeilte vorzeitige Weiterkommen in der Europa League perfekt zu machen, muss für das Team von Trainer Dieter Hecking dringend wieder ein Sieg gegen einen Premier-League-Club her. Zuletzt kassierte der VfL international fünf Pleiten in Serie gegen englische Clubs. Ein Zitter-Finale am 11. Dezember im letzten Spiel der Gruppe H gegen OSC Lille um das Erreichen der K.o.-Runde will sich der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga unbedingt ersparen und die schwarze Serie endlich beenden. „Wir wollen gegen Everton gewinnen und gleich die erste von zwei Möglichkeiten zum Weiterkommen nutzen“, bekräftigte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs.

Doch die Statistik verheißt nichts Gutes. Noch nie hat Everton ein Europapokal-Spiel gegen einen deutschen Verein verloren. Im Hinspiel demonstrierten die Engländer gegen den zuletzt so starken Meister von 2009 mit 4:1 ihre Stärke. „Wenn du das Hinspiel mit 1:4 verloren hast, hast du etwas gutzumachen“, forderte Trainer Dieter Hecking, den einige Verletzungssorgen plagen. In Joshua Guilavogui, Vieirinha und Ricardo Rodriguez droht gleich ein Stammspieler-Trio auszufallen.

Vieirinha leidet an einer Steißbein-Verletzung und Guilavogui an Leistenproblemen. Vor allem bei Guilavogui dürfte Hecking kein Risiko eingehen. Den Franzosen benötigen die Wölfe am kommenden Sonntag im brisanten Bundesliga-Verfolgerduell gegen Borussia Mönchengladbach, wenn der gesperrte Luiz Gustavo fehlen wird. Heute dürfte deshalb Junior Malanda im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen.

Auch Rodriguez angeschlagen

Auch ein Einsatz von Leistungsträger Rodriguez ist gegen Everton fraglich. „Rici merkt immer noch leicht seine Entzündung im Gesäß. Bei ihm stellt sich auch die Frage, nachdem er vier Wochen raus war, ob es überhaupt Sinn macht, ihn drei Spiele in einer Woche spielen zu lassen“, berichtete Hecking.

Einen Vorteil hat der Gruppenzweite Wolfsburg (7 Punkte) im Hinblick auf ein vorzeitiges Weiterkommen aber noch: Das Parallelspiel zwischen dem FK Krasnodar (2) und VfL-Abschlussgegner Lille (3) wird bereits um 18 Uhr angepfiffen. Lassen die Franzosen dort Punkte liegen, würde Wolfsburg gegen Everton (8) schon ein Unentschieden reichen, um den Einzug in die K.o.-Runde perfekt zu machen. „Da schauen wir hin“, bekannte Allofs, forderte aber zugleich: „Wir sollten aber nicht großartig mit dem Ergebnis spekulieren“. (dpa/raw)

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