Wolfsburg kämpft sich per Strafstoßtor ins Halbfinale

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Der Strafstoßtreffer von Ricardo Rodriguez (2.v.r) entscheidet das Viertelfinale zugunsten der Wolfsburger. Foto: Peter Steffen

Zum dritten Mal in Serie hat es der VfL Wolfsburg ins Halbfinale des DFB-Pokals geschafft. Gegen den SC Freiburg tat sich der Bundesliga-Zweite aber lange Zeit schwer. Die Entscheidung fiel durch einen Elfmeter - der den Gästen wenig später verwehrt blieb.

Wolfsburg (dpa) - Die Wolfsburger lagen sich nach dem dritten Pokal-Halbfinaleinzug in den Armen, Freiburgs Trainer Christian Streich schimpfte über den Schiedsrichter. Nach einem engagierten Auftritt beim Zweiten der Fußball-Bundesliga fühlte sich der SC um die große Möglichkeit zum 1:1 betrogen.

"Es ist schade, wenn man so spielt und das Spiel dann so entschieden wird", sagte Streich über den nicht gegebenen Elfmeter in der 75. Minute. "Dann wird die Mannschaft so bestraft, das ist Wahnsinn", schimpfte der SC-Coach im TV-Sender Sky.

So aber feierte der VfL Wolfsburg am Dienstag trotz schlechter Chancenverwertung ein am Ende verdientes 1:0 (0:0) gegen die Breisgauer. Nachdem der VfL vor der enttäuschenden Kulisse von 15 237 Zuschauern zunächst beste Möglichkeiten ungenutzt gelassen hatte, sorgte erst das Elfmetertor von Ricardo Rodriguez in der 72. Minute für die Entscheidung. Damit sind die Wolfsburger bei der Auslosung am Mittwoch vertreten und dürfen auf den Einzug ins Pokalfinale hoffen.

Was Streich erzürnte, war ein ausbleibender Pfiff von Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg), der eine Viertelstunde vor Schluss bei einer harten Aktion des Wolfsburgers Maximilian Arnold gegen Felix Klaus keinen Elfmeter gab. Streichs Kollege Dieter Hecking wirkte nach dem Schlusspfiff eher erleichtert als euphorisch. "Wir wissen, dass wir Hammerwochen haben. Ein Riesenkompliment, wie sie diese Strapazen wegstecken, ohne zu jammern, ohne zu maulen", sagte er.

Mit den markigen Worten "Ich will nicht nach Berlin, ich will in Berlin gewinnen", hatte er vor der Partie die Pokal-Ambitionen seiner Mannschaft untermauert. Auf dem Rasen versuchten seine Spieler das Vorhaben umzusetzen - taten sich gegen die gut organisierten Freiburger aber anfangs recht schwer. Nach seinem Premierentreffer in der Bundesliga zum 3:1 gegen den VfB Stuttgart durfte Weltmeister André Schürrle diesmal in der Startelf ran und hatte auch nach 13 Minuten die erste gefährliche Szene des Spiels. Seinen Schuss aus der Distanz lenkte SC-Schlussmann Roman Bürki gerade noch um den Pfosten.

Die Freiburger machten die mangelnde spielerische Klasse mit Einsatz und Laufbereitschaft weg und bereiteten den favorisierten Wolfsburgern zunächst Probleme. Jonathan Schmid hatte sogar die große Chance zur Führung der Gäste, scheiterte mit seinem Freistoß aber am glänzend reagierenden VfL-Keeper Diego Benaglio.

Auf der Gegenseite vergaben Luiz Gustavo nach Zuspiel von Bas Dost (39.), Vieirinha aus der Distanz (43.) und Dost nach feinem Pass von Schürrle (45.). Nach dem Wechsel setzten die Wolfsburger ihr engagiertes Offensivspiel fort und erarbeiteten sich weitere Chancen. Schürrle verzog aus spitzem Winkel (48.), Kevin De Bruyne verfehlte knapp das Tor (52.) - die Gastgeber drängten nun auf die Führung.

Nur selten konnten sich die Breisgauer befreien. Im Gegenteil: Rodriguez mit einem Freistoß (61.) und wieder Schürrle nach Kopfball-Abgabe von Dost (69.) verzogen noch, doch 20 Minuten vor Schluss belohnten sich die Wolfsburger endlich für ihr Powerplay.

Nach einem Foul am früheren Freiburger Daniel Caligiuri entschied Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) sofort auf Strafstoß. Diese Chance ließ sich Rodriguez gegen seinen Schweizer Nationalelf-Kollegen Bürki nicht entgehen und sorgte für die jetzt hochverdiente Führung. Demoralisiert wirkten die Gäste allerdings nicht. Maximilian Philipp hatte das 1:1 auf dem Fuß, scheiterte aber am erneut starken Benaglio (75.). Trotz aller Angriffsbemühungen schaffte es der SC aber nicht mehr, die VfL-Defensive zu überwinden.

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