Am Samstag gegen Juve

Real-Coach Zidane: Kein Favorit beim Champions-League-Finale

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Madrids Trainer Zinédine Zidane sieht gegen Juventus Turin keinen klaren Favoriten. Foto: Paul White

Für Zinédine Zidane wird es ein ganz besonderes Match: Als Coach von Real Madrid tritt er im Champions-League-Finale gegen sein früheres Team Juve an. Einen Favoriten sieht der Franzose nicht - aber die königlichen Superstars stehen in Bestform in den Startlöchern.

Madrid (dpa) - Trainer Zinédine Zidane von Real Madrid will sich vor dem Champions-League-Finale gegen Juventus Turin am kommenden Samstag auf keinen klaren Titel-Favoriten festlegen.

"Es ist ein Endspiel - und zwar zwischen den beiden besten Mannschaften", sagte der Franzose beim Medien-Tag der Königlichen in der spanischen Hauptstadt. "Sie sind die Meister in ihrer Liga und wir in unserer. Das wird ein hochinteressantes und gutes Spiel werden."

Während der gesamten Saison habe sein Team "100 Prozent" gegeben, betonte Zidane, und auch im Finale werde die Mannschaft rund um Weltmeister Toni Kroos und Weltfußballer Cristiano Ronaldo alles tun, um zu gewinnen. Besonders glücklich sei er, dass der Waliser Gareth Bale, der das Halbfinale verletzt verpasst hatte, in seiner Heimatstadt Cardiff dabei sein werde. 

"Er ist ein äußerst wichtiger Spieler in unserem Kader", erklärte "Zizou". Sollte Real den Titel holen, so wird Bale in die Liste der wenigen Spieler eingehen, die bislang in ihrer Geburtsstadt den Sieg in der Königsklasse feiern konnten. Laut UEFA ist dies bisher nur fünf Fußballern gelungen.

Ob Bale allerdings im Startaufgebot stehen wird, ließ Zidane offen. Sein Ersatzmann Isco hatte gegen Atletico Madrid im Halbfinale eine so gute Leistung gezeigt, dass er nach Meinung spanischer Medien auch im Finale nicht aus der Formation wegzudenken ist. "Das ist eine schwere Entscheidung", beide Spieler seien gut und wichtig, erklärte Zidane.

Auch Toni Kroos betonte, Juve habe in dieser Saison extrem stark gespielt. "Juventus hat nicht nur die Qualität, gut zu verteidigen, denn damit allein kommst du nicht ins Finale, sondern das Team hat genauso gute Qualitäten in der Offensive", sagte der 27-jährige Mittelfeldspieler vor Journalisten. "Wenn wir es schaffen, hinten gut zu verteidigen, dann haben wir aber gute Chancen."

Für Zidane ihn ist es ein ganz spezielles Finale, hatte der 44-Jährige doch zwischen 1996 und 2001 selbst für Juve gespielt und mit der "Alten Dame" zwei Mal die italienische Meisterschaft gewonnen, bevor er zu Real wechselte. "Ich habe fünf Jahre für Juventus gespielt und habe gute Erinnerungen an diese Zeit." 

Juve-Coach Massimiliano Allegri hatte erst am Montag betont, dass der Gegner als Favorit in die Partie gehe. "Real hat drei Finals in vier Jahren gespielt und davon zwei in drei Jahren gewonnen: Sicher sind sie die Favoriten", sagte er. Zidane hingegen betonte, es sei alles offen. "Das Spiel könnte 90 Minuten dauern - oder viel länger."

Zidane beim Medien-Tag

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