"Scheißland"

Ibrahimovic nach Schimpftirade auf Frankreich gesperrt

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Zlatan Ibrahimovic.

Paris - Superstar Zlatan Ibrahimovic vom französischen Fußball-Meister Paris St. Germain ist wegen seines „Scheißland“-Ausspruchs mit einer Sperre von vier Ligaspielen belegt worden.

Dieses Urteil fällte die Disziplinarkommission des französischen Ligaverbandes LFP am späten Donnerstagabend.

Der 33-Jährige war nicht persönlich zur Anhörung erschienen, er ließ sich durch einen Anwalt und zwei PSG-Offizielle vertreten. Das sei kein Problem, betonte Sebastien Deneux, Präsident der LFP-Disziplinarkommission: „Aber natürlich ist es nicht schlecht, wenn ein Spieler selbst erscheint, um sein Verhalten zu erklären.“

Deneux führte aus, man habe Verständnis dafür, dass Spieler unmittelbar nach Abpfiff emotional reagieren könnten. Gleichwohl gebe es „keinen Fehler, den ein Offizieller oder Schiedsrichter begehen könnte, der solch drastische Aussagen rechtfertigen würde.“

Die Sperre erstreckt sich auf die Ligaspiele gegen OGC Nizza, OSC Lille, den FC Metz und den FC Nantes. Sein Einsatz im Ligapokalfinale gegen den SC Bastia am Samstag ist von der Sperre unberührt.

Deneux wehrte sich gegen den Vorwurf, man würde am prominenten Ibrahimovic nun ein Exempel statuieren. „Wir haben Regeln, wir haben Berichte der Offiziellen, und wir haben eine Skala mit möglichen Sanktionen. Wir halten uns an das Skript, und das haben wir auch in diesem Fall getan.“

Im März hatte der Schwede Ibrahimovic nach einer 2:3-Niederlage bei Girondins Bordeaux seine Wahlheimat Frankreich beleidigt und als „Scheißland“ bezeichnet. Ibrahimovic fühlte sich vom Schiedsrichter benachteiligt. Daraufhin war er vom Ligaverband vor den Disziplinarausschuss geladen worden.

SID

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