Zwanziger begnadigt Skandal-Schiri Hoyzer

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Grundsätzlich darf er wieder pfeifen, aber nur in der Landesverbands-Ebene: Robert Hoyzer.

Frankfurt/Main - Sechs Jahre nach dem Skandal wird Robert Hoyzer vom DFB-Präsident Theo Zwanziger begnadigt. Allerdings bleiben die übrigen Anklagepunkte unberührt.

Der DFB begnadigt Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer: Wie der Verband am Mittwoch mitteilte, akzeptierte DFB-Präsident Theo Zwanziger ein Gnadengesuch von Hoyzer, der nun ab sofort wieder in einem Amateurverein auf Landesverbands-Ebene Fußball spielen darf. „Natürlich hat er schwerste Fehler begangen, und es ist völlig klar, dass er das Amt des Schiedsrichters nicht wieder ausüben kann. Aber wir wollen ihm nicht seinen Wunsch verwehren, im Amateurbereich wieder Fußball zu spielen“, sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Hoyzer hatte sich zuvor in einem persönlichen Gespräch bei Zwanziger einmal mehr dafür entschuldigt, durch die Manipulation mehrerer Spiele im Januar 2005 den Wett- und Manipulationsskandal ausgelöst und dem DFB damit schwer geschadet zu haben. Neben der glaubhaft versicherten Einsicht in sein Fehlverhalten wurde für Hoyzer gewertet, dass er durch seine Aussagen zur Aufklärung des Skandals beigetragen hatte.

Die meistgehassten Fußball-Teams aller Zeiten

Die britische Webseite goal.com hat die zehn meistgehassten Fußballteams aller Zeiten gekürt. Auf Platz 10: Das Real Madrid aus der Ära von Präsident Ramon Calderon (im Bild rechts mit Rafael van der Vaart und Real-Legende Alfredo di Stefano). Begründung: Der Präsident belog die Real-Mitglieder jahrelang mit leeren Verprechungen, was die Verpflichtung neuer Stars betraf. In der CL-Saison 2008/2010 tönten die Königlichen vor dem Duell gegen Liverpool, man würde die Reds abschießen. Endergebnisse der Spiele: 1:0 und 4:0 für Liverpool. © dpa
Platz 9: Arsenal London in der Zeit zwischen 1986 und 1995. Begründung: Unter Trainer George Graham spielten die Gunners den langweiligsten Fußball überhaupt. © dpa
Platz 8: Die italienische Nationalmannschaft - immer. Begründung: Italiens destruktive Spielweise, der Hang zu Schwalben im Strafraum sowie die Tatsache, dass viele italienische Fußballer einfach gut aussehen macht die "Squadra Azzurra" zu den meistgehassten Mannschaften. © dpa
Platz 7: Manchester United seit 1993. Begründung: Zum einen ist ManU der erfolgreichste Club auf der Insel, zum anderen hatten die "Red Devils" in den vergangenen Jahren viel Glück. Man denke da nur an das Champions-League-Finale 1999 gegen den FC Bayern. © Getty
Platz 6: Juventus Turin - immer. Begründung: Juve gehört zu den erfolgreichsten Vereinen Italiens und hatte es in den vergangenen Jahren dennoch nötig, Spiele manipulieren zu lassen. Das war alles andere als gut fürs Image ... © Getty
Platz 5: Griechenland bei der EM 2004. Begründung: Die Mannschaft von Otto Rehhagel ermauerte sich den EM-Titel mit unansehnlichem Defensivfußball. Vielen Fußballfans missfiel das gründlich. © dpa
Platz 4: Leeds United Ende der 60er Jahre. Begründung: Wegen seiner schmutzigen Spielweise hatte United den Spitznamen "Dirty Leeds". Der Verein war bisher weder besonders nachhaltig erfolgreich noch beliebt. © dpa
Platz 3: Estudiantes de la Plata (Argentinien) Ende der 60er Jahre. Begründung: Die Mannschaft lebte extremst von ihrer physischen Spielweise. Rote Karten waren für die Argentinier keine Seltenheit, und doch war die Mannschaft überaus erfolgreich. Das Weltpokal-Rückspiel gegen den AC Mailand im Jahr 1969 gilt als eines der brutalsten Spiele der Geschichte - wegen Estudiantes. Damals ließ der argentinische Staatspräsident die gesamte Mannschaft nach Spielende unter Arrest stellen. Zwei Spieler mussten sogar ins Gefängnis. © dpa
Platz 2: Der FC Bayern der 70er Jahre. Begründung: Der Bayern-Dusel hatte in den 70er Jahren, als die Bayern drei Mal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewannen, seinen Ursprung. Außerdem bildeten die Bayern damals den Gegenpart zu den beliebten "Fohlen" von Borussia Mönchengladbach. Zudem sollen die Spieler gegenüber gegnerischen Fans oftmals ausfallend und aggressiv gewesen sein. © dpa
Platz 1: Argentinien bei der WM 1990. Die "Albiceleste", die damals im Finale der deutschen Nationalmannschaft mit 0:1 unterlag, sei die moderne Definition von Anti-Fußball gewesen, so goal.com. © dpa

Von der Entscheidung des DFB-Präsidenten unberührt bleiben die übrigen Punkte des Sportgerichts-Urteils vom 29. April 2005 gegen Robert Hoyzer. So bleibt es ihm auch weiterhin auf Dauer verboten, ein Amt im DFB, seinen Mitgliedsverbänden und deren Vereinen auszuüben, insbesondere das eines Schiedsrichters.

sid

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