Terodde und Schnatterer gehören ins Unterhaus

Die zweite Bundesliga: Die Klasse der Dauerbrenner

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Trifft am besten in der zweiten Liga: Stürmer Simon Terodde knackte zuletzt die 100-Tore-Marke im Unterhaus. 

Kassel. Nur die zweite Fußball-Bundesliga? Das deutsche Unterhaus ist zwar rein sportlich nicht erstklassig. Dafür bietet es erstklassige Geschichten und Rekorde.

Zwei der Zweitliga-Dauerbrenner sind noch aktiv: Simon Terodde und Marc Schnatterer. Was Joachim Löw und Jürgen Klopp in dieser Auflistung zu suchen haben? Die Bestmarken der zweiten Liga:

  • Sie sind aktuell die Dauerbrenner: Kölns Simon Terodde ist ein Phänomen: Zu gut für die zweite, zu schwach für die erste Liga. So fühlt es sich zumindest an. Denn im Unterhaus trifft der 30-Jährige seit Jahren, wie er will. In dieser Spielzeit steht er nach neun Partien bereits bei zwölf Treffern und knackte zuletzt die 100-Tore-Marke. In der ewigen Liste kletterte er damit auf Rang 14. Terodde traf übrigens schon für vier Zweitligisten zweistellig: für Union Berlin, den VfL Bochum, den VfB Stuttgart und eben Köln. Ein anderer, der eigentlich nur in der zweiten Liga funktioniert, ist Heidenheims Marc Schnatterer. Profifußball kennt der 32-Jährige nur aus der kleinen Stadt in Baden-Württemberg. Seit er mit dem 1. FC 2014 in die zweite Bundesliga aufgestiegen ist, verpasste er nur zwei Spiele und erzielte 40 Tore, vier davon in der aktuellen Saison.
Der ewige Heidenheimer: Ohne Marc Schnatterer geht es für den Zweitligisten nicht. 
  • Sie sind bislang unerreicht: An das „Kampfschwein“ kommt keiner heran: Willi Landgraf ist mit 508 Einsätzen der Rekordspieler der zweiten Liga. Die meisten dieser Spiele bestritt er für Alemannia Aachen. Heute ist der mittlerweile 50-Jährige übrigens Trainer der Schalker U16. Auf Platz zwei liegt übrigens der Spanier Jo Montanes mit 479 Spielen – und der heute 65-Jährige lief in jeder einzelnen Partie für Aachen auf. Mit 542 Einsätzen ist Montanes übrigens immer noch Alemannias Rekordspieler.
  • Sie sind die erfolgreichsten Torjäger: Die ewige Torjägerliste der zweiten Liga führt ein Hannoveraner an: Dieter Schatzschneider. Mit 201 Treffern hat er genau 100 mehr als Terodde. Die meisten Treffer in einer Saison der zweiten Liga erzielte übrigens Horst Hrubesch. In der Saison 1977/78 traf der 41-mal für Rot-Weiß Essen.
  •  Sie haben eine lange Vergangenheit als Spieler in der 2. Liga und sind heute nicht ganz unbekannte Trainer: Einer ist der aktuelle Coach des FC Liverpool, Jürgen Klopp. 325 Spiele und 56 Tore für den FSV Mainz 05 konnte der heute 51-Jährige auf der Habenseite verbuchen. Das bedeutet Platz 53 in der Liste der Rekordspieler. Auch Bundestrainer Joachim Löw war im Fußball-Unterhaus länger unterwegs: in 251 Zweitligaspielen von 1978 bis 1989 für den SC Freiburg. In dieser Zeit erzielte er 81 Tore.
  • Sie haben einen Bezug zu Nordhessen: Wenn man an heimische Spieler in der 2. Bundesliga denkt, dann fällt zunächst natürlich ein Name – Hans Wulf. Der ehemalige Spieler des KSV Hessen Kassel absolvierte insgesamt 440 Partien, darunter 231 für die Löwen. Dies bringt ihm Platz sieben in der ewigen Liste der Rekordspieler ein. Nur vier Ränge dahinter steht Hans-Jürgen Gede mit 417 Partien. Ihn kennt man noch als Trainer des KSV aus den Jahren 1996 und 1997. Bei den Rekordtorjägern taucht übrigens auf Platz zehn auch ein gewisser Peter Cestonaro auf, der in 245 Zweitliga-Partien 111 Treffer erzielte, 43 davon für Kassel.
  • Sie sind die Dauergäste bei den Mannschaften: Geht es um Greuther Fürth, dann geht es auch darum, dass bislang kein Team länger in der 2. Liga aktiv war. 30 Spielzeiten, 1033 Partien und 1533 Punkte sind bislang unerreicht. Verfolgt werden die Kleeblätter von Alemannia Aachen und dem FC St. Pauli. Interessant: Der KSV Hessen Kassel belegt derzeit mit acht Saisons Platz 40, der KSV Baunatal mit drei Spielzeiten Rang 89. Drittletzter ist der Hamburger SV, Schlusslicht der 1. FC Magdeburg.

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