Fußballer starten am 18. September

Zwischen Hoffen und Bangen: 18 Gründe, warum wir uns auf die Bundesliga freuen und uns sorgen

 Spieler von Borussia Mönchengladbach jubeln über einen Treffer.
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In der Fußball-Bundesliga liegen Freude und Enttäuschung häufig eng beieinander: Spieler von Borussia Mönchengladbach jubeln über einen Treffer.

Drei Wochen noch bis zum Saisonstart in der Fußball-Bundesliga. In unserer Serie Achtzehn greifen wir in 18 Teilen 18 Themen auf. Den Start machen 18 Gründe, warum wir hoffen können und bangen müssen.

Kassel - Was steht uns für eine Saison in der Fußball-Bundesliga bevor? Erst einmal ohne Zuschauer im Stadion, so viel steht fest. Die Vereine hoffen auf eine Rückkehr der Fans ab November. Es gibt Gründe, die auch uns hoffen lassen. Und welche, die uns Sorgenfalten auf die Stirn treiben, was diese Spielzeit betrifft. Wir haben 18 zusammengestellt. Neun für jede Seite. Manche sehr ernst gemeint, andere etwas weniger.

Hoffen lässt uns, dass ...

... überhaupt Fußball gespielt werden kann. Das gilt für die Bundesliga. Und das gilt natürlich auch für alle Ligen unterhalb des Oberhauses. Mal ohne neidischen Blick von anderen Sportarten: Es ist doch gut, dass bald an den Wochenenden wieder etwas mehr los ist.

... es zuletzt keine größeren Corona-Probleme gab. Nicht bei den restlichen Spielen der vergangenen Bundesliga-Saison. Nicht in der Champions League. Und auch nicht in Spanien, Italien und England.

... wieder etwas Normalität in den Alltag zurückkehrt. 20.30 Uhr, 15.30 Uhr, 18.30 Uhr, 15.30 Uhr, 18 Uhr. Das sind die Anstoßzeiten von Freitag bis Sonntag, nicht der Rhythmus zur Einnahme der Blutdrucktabletten. Obwohl die dann auch mit auf dem Tisch liegen sollten.

... wir uns nicht so viele neue Namen merken müssen. Durch Corona ist der Transfermarkt ruhiger als sonst. Gut für all diejenigen, die es nicht so mit dem Merken von Namen haben.

... die Mittagspausen weniger wortkarg ausfallen. Ja, man kann sich über das Wetter, die eigenen Kochkünste oder das Auto unterhalten. Aber wirklich spannend ist das doch nicht, oder?

... es wieder Sprüche geben wird, die uns zum Schmunzeln bringen. Wie diesen: „Wenn es läuft, dann lässt man es halt laufen.“ (Jonas Hofmann, Borussia Mönchengladbach)

... der FC Bayern nicht Meister wird. Oder wenigstens nicht vor dem 30. Spieltag.

... Comunio, Kicker-Managerspiel und Stecktabelle auch während der Corona-Pandemie funktionieren.

... irgendwann in dieser Saison dann doch endlich wieder ein paar Zuschauer in die Stadien dürfen. Wegen uns auch erst mal nur wenige, dann mehr, dann alle. Das würde ja auch bedeuten, dass die Pandemie sich dem Ende nähert.

Bangen lässt uns, dass ...

... auch die komplette Saison ohne Zuschauer ausgetragen wird. Weil alles, was die Regierung gerade macht, nur eine Salami-Taktik ist. Um nicht gleich sagen zu müssen, dass Fans im Stadion in näherer Zukunft nicht realistisch sind. Und dieses Hinhalten lässt die Vereine zwar immer wieder hoffen, es gibt aber gar keine Hoffnung.

... einige Vereine die Zeit mit Geisterspielen nicht überstehen und es wirtschaftliche Totalschäden geben wird. Reparatur lohnt sich nicht. Neuanfang.

... die Aufsteiger Arminia Bielefeld und VfB Stuttgart ohne Heimspiele und die eigenen Fans im Rücken kaum eine Chance in der Liga haben und deswegen sang- und klanglos wieder absteigen werden.

... die Bayern immer noch nicht satt sind. Triple in der Tasche, und weiter geht’s? Das ist vom Team von Trainer Hansi Flick zu befürchten, nimmt man die vergangenen Monate als Maßstab. Ein Ziel könnte heißen, die früheste Meisterschaft der Geschichte einzufahren. Der Rekord liegt bislang bei sieben Spieltagen vor Saisonende.

... Corona die Liga irgendwann doch wieder zur Pause zwingt, weil sich Spieler anstecken oder die Gesamtlage in Deutschland es moralisch verwerflich erscheinen ließe, noch Fußball zu spielen.

... Leon Goretzka bei einem weiteren Lockdown aufhört, Fußball zu spielen, und sich ganz dem Bodybuilding widmet.

... der FC Schalke 04 ohne Zuschauer weiterhin kein Spiel gewinnen wird und als erstes Team ohne einen einzigen Sieg aus der Bundesliga absteigt. Immerhin hat S04 gestern mal ein Testspiel gewonnen (1:0 gegen Saloniki).

... Salomon Kalou in der Winterpause wieder in die Bundesliga zurückkehrt. Nicht als Fußballer, sondern als investigativer Video-Journalist. Er deckt so viele Fehltritte gegen die Corona-Richtlinien auf, dass DFL-Geschäftsführer Christian Seifert gezwungen ist, die Liga abzubrechen.

... Jürgen Klinsmann wieder einen Trainerjob übernimmt. Er den Torwart dieses Mal nicht anzweifelt und seinen Sohn nicht verpflichtet. Dass er durch seine ruhige Art den Klub zum Erfolg führt. Er seinen Facebook-Account löscht und verkündet, dass er ab sofort alles mit der Vereinsführung abstimmt und erst dann auf extra einberufenen Pressekonferenzen sprechen wird. Ganz ehrlich, das wäre ja langweilig. (Maximilian Bülau)

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