Giro d'Italia

Gesamtsieg für Dumoulin immer wahrscheinlicher

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Tom Dumoulin trägt weiter das Rosa Trikot des Spitzenreiters. Foto: Alessandro Di Meo

Tom Dumoulin ist dem ersten Giro-Sieg eines Niederländers entscheidend näher gekommen. Drei Tage vor dem Rundfahrt-Ende fährt der Sunweb-Kapitän weiter im Rosa Trikot. Im Finale wartet am Sonntag seine Lieblings-Disziplin: Das Zeitfahren.

Sankt Ulrich (dpa) - Drei Tage vor dem Ende des 100. Giro d'Italia fährt Tom Dumoulin weiter im Rosa Trikot des Spitzenreiters.

Auch auf der anspruchsvollen 18. Etappe mit fünf Bergwertungen in den Dolomiten auf nur 137 Kilometern verteidigte der 26 Jahre alte Niederländer seine Position souverän. Dem Kapitän des deutschen Sunweb-Teams reichte in Sankt Ulrich Rang neun 1:06 Minuten nach dem Tagessieger Tejay van Garderen aus den USA. Dumoulin hielt seine Konkurrenten Nairo Quintana, weiter 31 Sekunden zurück, und Vincenzo Nibali (+ 1:12) sicher in Schach.

Der Giro-Spitzenreiter, der seine Magen- und Darm-Probleme überwunden hat, hatte am Start noch einmal seine Ambitionen mit drastischen Worten unterstrichen: "Ich will hier nicht Giro-Geschichte schreiben, weil ich in den Busch gemacht habe, sondern als Mann im Rosa Trikot". Durch einen abrupten "Toilettenstopp" hatte der Niederländer 2:10 Minuten auf seine Hauptkonkurrenten Nibali und Quintana verloren, sein Trikot aber noch knapp gerettet.

Dumoulin hatte den Rennstress, die Höhenlage und den Verzehr einer Vielzahl von Energie-Riegeln verantwortlich für seine Schwierigkeiten gemacht. Beim Solosieg des Franzosen Pierre Rolland in Canazei verwaltete er seinen Mini-Vorsprung routiniert. Am nächten Tag kam er seinem Ziel, als erster Niederländer die Italien-Rundfahrt zu gewinnen, einen großen Schritt näher. Die Attacken von Quintana und Nibali verpufften an der Schlusssteigung. Dumoulin konterte sogar.

Nach seiner erfolgreichen Premiere bei einer großen Länder-Rundfahrt war Phil Bauhaus auf der 17. Etappe ausgestiegen. Der 22 Jahre alte Sprinter des deutschen Sunweb-Teams, der mit seinen Kräften am Ende war, sollte geschont werden. Auf der 12. Etappe war der Bocholter auf Rang vier gefahren. "Er hat eine vielversprechende Zukunft vor sich", lobte ihn Team-Coach Aike Visbeek.

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