Zu Besuch in Wolfsburg

Bundesliga-Profi Yunus Malli im Interview: „Ging ums Überleben in der Liga“

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So hat er es am liebsten: Der in Kassel geborene Yunus Malli wechselte zu Beginn des Jahres vom FSV Mainz 05 zum VfL Wolfsburg. Vor allem in den vergangenen Wochen blühte er unter seinem alten und neuen Trainer Martin Schmidt richtig auf.

Wolfsburg. Sein Jahr hatte mit einem Wechsel begonnen: vom FSV Mainz hin zum VfL Wolfsburg. Für den Kasseler Yunus Malli war es eine Zeit mit Höhen und Tiefen, wie er im Interview sagt.

Wir haben den 28-Jährigen in Wolfsburg getroffen und das Fußballjahr Revue passieren lassen.

Yunus Malli über...

… das Jahr 2017: „Es ist unglaublich viel passiert in diesem Jahr – mit einer Menge Erfahrungen und Erinnerungen, die ich sammeln durfte. Fußballerisch war es aufgrund des Abstiegskampfes erstmal sehr stressig. Nach der Sommerpause lief es immer besser.“

... den Wechsel von Mainz nach Wolfsburg: „Ich hatte in Mainz sehr schöne fünfeinhalb Jahre, wollte aber den nächsten Schritt in der Bundesliga gehen. Der VfL Wolfsburg wollte mich unbedingt und die Gespräche mit den Klubverantwortlichen haben mich überzeugt. Auch wenn der VfL in den vergangenen beiden Jahren seinen Ansprüchen hinterherlief, hat er immer das Potenzial, oben mitzuspielen.“

… die Relegation gegen Braunschweig: „Das waren zwei Alles-oder-Nichts-Spiele, es ging um das Überleben in der Bundesliga. Diese Zeit und die beiden Partien waren mit viel Druck verbunden, weil der Derbycharakter doch über allem stand. Es sind ja nur etwa 30 Kilometer Entfernung zwischen beiden Städten.“

… den Wechsel von Andries Jonker zu Martin Schmidt: „Es ist natürlich so, dass wir in Mainz eine erfolgreiche Zeit zusammen hatten. Ich weiß, was er von seinen Spielern verlangt, und ich weiß auch im Gegenzug, was meine Stärken sind. Der aktuelle Spielstil liegt mir und auch der gesamten Mannschaft. So können wir alle davon profitieren.“

… das Zusammenspiel mit Daniel Didavi: „Wir sind ähnliche Spielertypen und sorgen für die kreativen Momente. Außerdem haben wir schon immer gesagt, dass wir gern gemeinsam auf dem Platz stehen würden. Gerade in den vergangenen Wochen hat das auch sehr gut funktioniert.“

Treffen im VfL-Center: Yunus Malli.

… den Videobeweis: „Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Es gibt Momente, in denen er gut funktioniert, aber es gibt auch Momente, die zeigen, dass da noch nachgebessert werden muss. Von der Einführung bis heute waren es schwierige Wochen für Schiedsrichter, Trainer, Spieler und Fans. Mal sehen, wie es weitergeht.“

… die Hinrunde in der Fußball-Bundesliga: „Wir sind leider nicht so gut in die Saison gestartet, haben aber in den vergangenen Wochen noch die Kurve bekommen. Dass die Bayern wieder vorn stehen, verwundert mich nicht. Spannend ist es dahinter, denn die Teams sind sehr ausgeglichen und punkten nicht konstant. Sieben bis acht Mannschaften können die Europapokalplätze unter sich ausmachen.“

… die Gründe der verpassten WM-Qualifikation der Türkei: „Das ist schwer zu sagen. Wir sind sehr enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben, denn die Erwartungen waren sehr hoch. Aber das zeigt auch, dass wir noch mehr tun, noch mehr an uns arbeiten müssen.“

… über den Schritt, für die türkische Nationalmannschaft zu spielen: „Ich habe ihn auf keinen Fall bereut. Ich reise gern in die Türkei, bin gern Teil dieses Teams, und es erfüllt mich mit Stolz, das Trikot zu tragen.“

… Chancen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf den WM-Titel: „Sehr gut. Die deutsche Elf ist eine starke Turniermannschaft und spielt immer eine gute Rolle.“

… das Retterspiel beim KSV Hessen: „Das war eine schöne Sache, weil es in meiner Heimat stattfand und viele Familienmitglieder, Freunde und Bekannte ins Stadion kamen. Außerdem haben wir uns gefreut, dass wir dem KSV damit helfen konnten.“

… die nordhessische Heimat: „Sie bedeutet mir sehr viel. Meine Familie und meine Freunde wohnen dort. Ein- bis zweimal im Monat bin ich in Kassel, so dass die Verbindung immer bestehen bleibt.“

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