Großer Preis von China

Mercedes schlägt zurück: Hamilton rast in Shanghai zum Sieg

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Lewis Hamilton hat in China gewonnen.

Shanghai - Lewis Hamilton hat auf die Attacke Sebastian Vettels beim Saisonstart reagiert und den großen Preis von China gewonnen. Der Deutsche landete auf Platz zwei.

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat im WM-Kampf zurückgeschlagen und nach einer fehlerlosen Vorstellung den Großen Preis von China gewonnen. Der Brite verwies in Shanghai Ferrari-Star Sebastian Vettel auf Platz zwei und zog nach Punkten in der WM-Wertung mit dem Heppenheimer gleich. Der Sieger vom Auftaktrennen in Australien war nach einer turbulenten Startphase zunächst zurückgefallen, kämpfte sich aber mit einer starken Leistung wieder nach vorn.

"Vielen Dank an das Team, wir haben sehr hart für diesen Sieg gearbeitet", sagte Hamilton nach der Zieldurchfahrt im Boxenfunk. Max Verstappen (Niederlande) fuhr von Startplatz 16 im Red Bull noch auf Rang drei. In einem teilweise spektakulären Rennen blieb Hamilton in seinem Silberpfeil stets Herr der Lage und krönte sich zum Formel-1-Kaiser von China: Mit fünf Siegen ist der 32-Jährige Rekordsieger im Reich der Mitte. Auch Vettel unterstrich vor den Augen von Ferrari-Boss Sergio Marchionne seine Ambitionen, in diesem Jahr mit der Scuderia um den Titel fahren zu können.

Der Emmericher Nico Hülkenberg, von Platz sieben gestartet, wurde wegen unerlaubten Überholens während Safety-Car-Phasen mit einer 15-Sekunden-Strafe belegt und wurde in seinem Renault nur Zwölfter. Pascal Wehrlein (Worndorf) fehlte wie schon in Australien wegen Trainingsrückstandes nach einem Unfall im Januar beim "Race of Champions". Nächste Woche in Bahrain soll der 22-Jährige aber wieder in seinem Sauber sitzen. Ex-Weltmeister Fernando Alonso erlebte das nächste Debakel - sein McLaren-Honda streikte, der Spanier schied erneut aus.

Polesetter Hamilton kam am Start unter den kniffligen Bedingungen auf Intermediate-Reifen am besten weg und verteidigte souverän seinen Spitzenplatz. Vettel blieb Zweiter, sein Start wurde von den Stewards aber untersucht. Er soll seine Position nicht wie vorgeschrieben eingenommen haben, erhielt letztlich aber keine Strafe. Zudem wechselte Vettel unter dem virtuellen Safety Car nach einer Kollision zwischen Lance Stroll (Williams) und Sergio Perez (Force India) schnell auf Trockenreifen.

Großer Preis von China: Chaos spülte Verstappen nach vorne

Hamilton zog auf abtrocknender Strecke nur kurze Zeit später nach, als Wehrleins Ersatzmann Antonio Giovinazzi im Sauber auf der Start- und Zielgeraden ausrutschte, in die Boxenmauer krachte und so früh für die zweite Safety-Car-Phase sorgte. Der Italiener hatte schon im Qualifying für einen spektakulären Unfall gesorgt. Das Chaos spülte Verstappen im Red Bull von Startplatz 16 zwischenzeitlich auf Rang vier nach vorne, Vettel rutschte zunächst auf Platz sechs ab.

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Nach der turbulenten Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen auf einer abtrocknenden Strecke etwas - vorne konnte Hamilton gefolgt von Verstappen, der sich auf Rang zwei vorgearbeitet hatte, nahezu ungestört seine Runden drehen. Dahinter hatte Vettel aber Probleme, an Kimi Räikkönen und Daniel Ricciardo vorbeizukommen. Erst in der 20. Runde schaffte es Vettel an seinem finnischen Teamkollegen vorbei, drei Umläufe später nach einem harten und spektakulären Duell dann auch an dem Australier im zweiten Red Bull.

Danach jagte Vettel Verstappen. Der Vierfach-Weltmeister trieb den Niederländer nach Renn-Halbzeit in einen Fehler, Verstappen verbremste sich am Ende der 29. Runde und Vettel fuhr auf Platz zwei vor.

In der Folge holte sich die Spitzengruppe um Hamilton und Vettel noch einmal neue Reifen ab, an den Platzierungen änderte sich aber nichts. Vettel versuchte noch einmal alles, doch der Brite gab sich keine Blöße.

sid

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