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„Wunder“: Ehemals verhasstes Bauteil rettet Formel-1-Fahrer bei „Horror-Salto“ das Leben

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Von: Marius Epp

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Guanyu Zhou hatte beim Formel-1-Rennen in Silverstone einen Schutzengel namens Halo. Der Chinese überstand seinen Horror-Crash schadlos.

Silverstone - Sieben Kilogramm Titan zeigen Wirkung: Ohne den Cockpit-Schutz „Halo“ wäre Guanyu Zhou wahrscheinlich nicht mehr am Leben. Der Alfa-Romeo-Pilot erlitt nach seinem furchtbaren Crash in Silverstone (das Rennen zum Nachlesen im Ticker) keine Verletzungen.

„Wir sehen uns in Österreich“, meldete sich Zhou nach dem Unfall frisch und munter für das nächste Rennen. Das Beispiel zeigt, wie wichtig die Einführung des ehemals verhassten Bauteils 2018 war. Und, wie sicher die Formel 1 mittlerweile geworden ist.

Formel 1 in Silverstone: Schlimmer Crash von Zhou sorgt für Unterbrechung

Es passierte direkt nach dem Start: Zhou kollidierte mit dem Mercedes von George Russell und fand sich innerhalb eines Sekundenbruchteils auf dem Kopf wieder. Kopfüber schlitterte er über Asphalt und Kiesbett, bevor er im Fangzaun direkt vor der Fantribüne einschlug. Vom Alfa Romeo um ihn herum war nicht mehr viel übrig.

Guanyu Zhou bei seinem Horror-Crash in Silverstone.
Unvorstellbar, aber wahr: Guanyu Zhou stieg später unverletzt aus seinem Alfa Romeo aus. © IMAGO/Octane

Russell endete ebenfalls im Kiesbett, sprang aus seinem Wagen und rannte sofort zu seinem Kontrahenten, um sich nach dessen Wohlergehen zu erkundigen. Der Lokalmatador sprach von einem „unglaublich beängstigenden Vorfall“. Weil Zhou zwischen Barriere und Fangzaun eingeklemmt war, gestaltete sich die Bergung von Fahrer und Auto schwierig, das Rennen war für längere Zeit unterbrochen.

Formel 1: Zhou nach Horror-Crash - „Halo hat mich gerettet“

„Der Halo hat mich gerettet“, sagte Zhou. „Das war ein schwerer Unfall, ich bin froh, dass es mir gut geht.“ Weltmeister Max Verstappen stellte fest: „Ohne Halo wäre er nicht mehr dabei.“ Dabei hatten sich zu Beginn viele Fahrer einschließlich Lewis Hamilton über den Cockpitschutz gewehrt. Er sei hässlich, unnötig und schränke das Sichtfeld ein. Hamilton hat seine Meinung längst geändert, nachdem auch er bei einem Crash mit Verstappen in Monza profitierte.

Am Montag war der Zhou-Unfall eines der bestimmenden Themen in den internationalen Sport-Medien. Der englische Telegraph schrieb von einem „grauenhaften Crash“, die Daily Mail von einem „Horror-Salto“, Times von einem „Wunder“. Der Zwischenfall erinnerte alle Beteiligten einmal mehr, dass die Formel 1 weiterhin eine der gefährlichsten Sportarten ist, die es gibt. (epp)

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