„Habe in Ermetheis nicht trainiert“

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Ergebnis ausgesetzt: Ob Axel Nörenberg (links) und Marcus Kolitsch der dritte Platz bei der 23. Emstal Rallye zugesprochen wird oder nicht, darüber wird der DMSB in den kommenden Wochen entscheiden. 

Axel Nörenberg zeigt sich entsetzt über die Entscheidung der Sportkommissare des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB). „Ich verstehe die Welt nicht mehr“, so der Wolfhager nach der 23. ADAC Rallye Bad Emstal. Nörenberg, der zusammen mit Marcus Kolitsch im BMW M3 auf den dritten Platz fuhr, wurde aus der Wertung genommen, das Resultat ausgesetzt. Dem 43-Jährigen vom gastgebenden MSC Emstal wird vorgeworfen, ein Stück der Strecke vorher abgefahren zu haben.

Nörenberg bestätigt: „Ja, ich war zwei Tage vor der Veranstaltung mit meinem Privatauto von Wolfhagen aus in Richtung Wichdorf unterwegs, um einen meiner Mitarbeiter zu besuchen.“ Dabei habe er eine Wertungsprüfung in Ermetheis passiert. Ein unsportliches Verhalten sieht Nörenberg darin allerdings nicht. „Ich habe mich nicht über den Streckenzustand informieren oder gar trainieren wollen. Diesen Weg nutze ich mehrmals im Jahr.“

Die Sportkommissare hatten davon erfahren und entzogen ihm deshalb am Veranstaltungstag die Starterlaubnis. Nörenberg, der in Wolfhagen eine Autowerkstatt besitzt, legte daraufhin Einspruch ein und ging ins Rennen. Am Ende sprang der dritte Platz in der Gesamtwertung hinter Reindl/Ehrle (Lohkirchen/Schmalkalden) und Gropengiesser/Solbach-Schmidt (MSC Emstal) heraus. Ob dem Emstaler Fahrer dieses Ergebnis zugesprochen wird oder nicht, darüber muss nun der DMSB entscheiden. Nörenberg, der eine Entscheidung in einigen Wochen erwartet, ist zuversichtlich und beruft sich auf Punkt 25.3. des DMSB-Rallye-Reglement. Darin heißt es unter anderem: „Eine Straße, die zur Wertungsprüfung gehört, darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Veranstalters befahren werden. Eine schriftliche Erlaubnis ist nicht notwendig, wenn die betreffende Person im Gebiet lebt...“

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