Baunataler Handballer bestreiten am Sonntag erstes Testspiel mit neuem Trainer

Zum Auftakt nach Burgdorf

Mit Volldampf zurück ins Baunataler Team: Rückraum-Talent Fabian Struif nach auskurierter Verletzung. Archivfoto: Schachtschneider

Kassel. Auf geht’s: Mit einem Gastspiel beim Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf startet die Baunataler Eintracht am Sonntag um 15 Uhr in eine neue Ära. Denn erstmals wird Markus Berchten als verantwortlicher Trainer das Team des Zweitliga-Schlusslichts betreuen. Der 52 Jahre alte Schweizer, der bis dato die Großenritter Bundesliga-Junioren betreut hat und weiterhin auch bei Frauen-Drittligist SG Kirchhof im Einsatz ist, war zum Jahreswechsel auf den beurlaubten Ralf Horstmann gefolgt.

„Das wird der erste von drei Härtetests gegen prominente Gegner, gegen die wir jeweils krasse Außenseiter sind“, erklärte Berchten. Denn seine Mannen sollen sich in weiteren Einsätzen auch noch beim Bundesligisten TBV Lemgo (28. Januar, 19 Uhr) und gegen den Nachbarn MT Melsungen (4. Februar, 17.30 Uhr, Kästner-Halle) beweisen, bevor es zum Restrunden-Auftakt in der Liga am 8. Februar gegen Spitzenreiter Leipzig geht. „Der Termin mit der MT ist noch nicht perfekt, ich hoffe sehr, dass es klappen wird“, so Berchten.

Aber warum gönnt er seiner Eintracht, die seit dem 16. November und dem 35:32 gegen Dormagen seit acht Spielen auf einen Sieg wartet, nicht ein Spiel gegen einen schwächeren Gegner und damit die Chance auf ein so dringend nötiges Erfolgserlebnis? „Weil wir sehr intensiv an unserer Deckungsarbeit feilen müssen. Und das geht gegen starke Gegner besser“, erläutert Berchten. „Vor allem gegen offensive Formationen – 4:2 oder 3:2:1 – haben wir einiges aufzuarbeiten.“ Hinzu kommt natürlich auch die eigene Offensive, schließlich hat nur Essen (494) weniger Tore erzielt in den ersten 21 Saisonspielen als die Baunataler (502). „Da geht es vor allem um die Auslösehandlungen, um das Durchsetzungsvermögen jedes Einzelnen und um unsere Trefferquote aus dem Rückraum“, so der Trainer.

In Hannover wird Berchten zwar auf Hendrik Pollex verzichten müssen, der angesichts einiger WM-Fahrer den Kader der Hausherren verstärken muss. Aber mit Paul Gbur (29) auf Pollex’ Position im rechten Rückraum, der nun auch seine zweite Fußverletzung auskuriert hat, und mit Fabian Struif (22) im linken Rückraum, der eine Knieverletzung überwunden hat, stehen nun wieder zwei Alternativen mehr bereit. Leidglich Rechtsaußen Philipp Botzenhardt wird nun noch zwei Monate fehlen.

„Mit Fitness, Spaß und Disziplin wollen wir die letzten 17 Saisonspiele angehen und wieder so Handball spielen, wie im Jahr der Meisterschaft in der dritten Liga“, lautete das Ziel von Markus Berchten für seine Mannschaft, die er in der zweiten Liga bislang zu oft unter Wert geschlagen sah. „Aber ein gemeinsames Motto müssen wir erst noch finden“, verrät der Coach. Eine Teamsitzung am nächsten Donnerstag soll auch dazu genutzt werden.

Von Gerald Schaumburg

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