18:23 – Baunataler Eintracht unterliegt Essen nach 3:0-Führung, klarem Rückstand und toller Aufholjagd

Dem Ausgleich folgt der K.o.

In die Zange genommen: Der Baunataler Andi Bornemann gegen die Essener Denis Szczesny (links) und Paul Trodler. Foto:  Zgoll

Baunatal. Den K.o. gab’s in Unterzahl: Eben noch hatten sie sich nach mehrfachem Drei-Tore-Rückstand auf 16:16 herangekämpft, da kassierten die Handballer der Baunataler Eintracht durch Seidel und Hegmann zwei Gegentore bei sechs gegen fünf zum 16:18.

Knapp 52 Minuten waren da gespielt, die Vorentscheidung gefallen. Am Ende siegte der Tusem Essen 23:18 (11:9) in der Rundsporthalle und besiegelte die 20. Niederlage des Zweitliga-Schlusslichts in Serie.

Die war - einmal mehr - völlig unnötig. Denn die Großenritter, ohne Pollex und Gabriel mit nur zehn Feldspielern - starteten furios. Doch die von Christian Schade, Felix Geßner und Dennis Weinrich herausgeworfene 3:0-Führung (11.), die Andi Bornemann auf 4:1 erhöhte (10.), schmolz allzu rasch wieder dahin. Nach einer Strafzeit gegen „Borni“ verloren die Hausherren den Faden. Essen glich rasch zum 4:4 aus (14.) und wendete das Blatt gar zum 4:7 (19.), nachdem Schade einen Strafwurf über das Tor geworfen hatte.

Erst Schade beendete die zehnminütige Torflaute mit dem Treffer zum 5:7 (20.), und fortan war die Partie ausgeglichen. Die Eintracht tat sich zwar ungemein schwer gegen Ex-Nationalspieler Hegemann auf der Mitte und den Halblinken Szczesny, der bis zur Pause schon fünf Treffer erzielte hatte. Dennoch blieb sie in Schlagdistanz und hätte bei mehr Geduld und Konsequenz im Angriff auch das Resultat ausgleichen können.

Und: Das abgeschlagene Schlusslicht bewies erneut tolle Moral. Obwohl Bornemann nach zwei Zeitstrafen früh der Ausschluss drohte und der starke Torwart Max Kroll bei einem Tempogegenstoß im Duell mit Seidel schon nach 32 Minuten die Rote Karte sah, hängten sich die Baunataler voll rein. Weinrich und Schade ließen weitere Strafwürfe ungenutzt, beim 16:16 (48.) aber war endlich der Ausgleich geschafft. Doch der dritte war Andi Bornemanns letzter Treffer. Und auch seine Kameraden trafen nur noch zweimal. Baunatal: Kroll, ab 32. Paar - Koch, Gbur, Schade 2, Fuchs 2, Feuring 1/1, Räbiger 1, Geßner 2, Bornemann , Weinrich 7/3, Drönner Essen: Bliß, Donderis n.e., - Ellwanger n.e., Schlüter, Keller 1, Hegemann 5, Hansen, Seidel 6/2, Lindt 1, Hornyak, Scheters n.e., Szczesny 7, Ridder 2, Trodler 1, Mürköster Schiedsrichter: Köppl/Regner (Bingen). Z: 287 Zeitstrafen: 10:8 Minuten. Siebenmeter: 4/7 : 2/3 Rote Karte: Kroll (32.) Stationen: 3:0 (7.), 4:1 (10.), 4:7 (19.), 7:10 (23.), 9:11 - 10:11 (32.), 11:12 (35.), 13:16 (43.), 16:16 (48.), 16:21 (54.), 18:23

Von Max Seidenfaden

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