Eintracht Baunatal am Sonntag zu Gast bei Hildesheimern, die drei neue Leute holten

Ein Duell auf Augenhöhe?

Zurück im Eintracht-Team: Spielmacher Marvin Gabriel (rechts), hier gegen Nico Kibat vom SV Henstedt-Ulzburg. Foto:  Schachtschneider

Baunatal. Vorrundenabschluss für die Baunataler Eintracht: Zum drittletzten Spiel dieses Jahres, dem noch Partien in Großwallstadt (26.12.) und gegen Rimpar (28.12., 17 Uhr) folgen werden, gastiert der Handball-Zweitligist am Sonntag um 17 Uhr bei Eintracht Hildesheim.

„Ich hoffe, dass wir die Partie zu einem Duell auf Augenhöhe machen können“, sagt Trainer Ralf Horstmann vor dem Auftritt des Tabellenletztren (5:31 Punkte) beim Vorletzten (7:29). Denn tatsächlich darf die aktuelle Hildesheimer Mannschaft nicht mehr am Tabellenstand gemessen werden. Denn der ewige Eintrachtler Gerald Oberbeck, der seit 1981 als Geschäftsführer und/oder Trainer die Handballer im zweitgrößten Niedersachsen-Sportverein (7500 Mitglieder) lenkt, hat das Team kurzfristig auf drei Positionen verstärkt.

Der bundesligaerfahrene Andreas Simon (30) aus Minden, der 2004 Junioren-Europameister war, kam nun aus Dormagen für Linksaußen und Rückraummitte. Linkshänder Goran Gorenac (27) aus Kroatien, der mit Sarajevo schon in der Champions League spielte, ist mit 2,09 m Länge der neue Mann im rechten Rückraum. Dabei hat die Eintracht dort in Matthias Struck ohnehin ihren besten Torschützen zu bieten (71). Und schließlich spielt nun Mateusz Przybylski (23) im linken Rückraum. Ein 1,95 m langer Pole aus der Talentschmiede von Topklub KS Kielce. Weitere bekannte Namen im Hildesheimer Kader sind zwei Ex-Melsunger auf den Flügeln: Der derzeit verletzte Grieche Dimitrios „Jimmy“ Tzimourtos und Christian Zufelde (44 Tore).

Bei den Baunatalern indes ist personell (fast) alles beim Alten – es gibt weder Zu- noch Abgänge. Immerhin: Trainer Horstmann hofft auf einen Einsatz von Linkshänder Hendrik Pollex, da dessen Stammverein Hannover-Burgdorf bereits am Samstag daheim gegen Hamburg spielt und diesmal die Anreise ja kurz ist.

Und: Spielmacher Marvin Gabriel hat seine Verletzung auskuriert und steht zur Verfügung. Im Gegensatz zu Fabian Struif, der trotz rascher Regeneration in diesem Kalenderjahr nicht mehr spielen wird.

Horstmann hat im Training eine emotionale Trendwende ausgemacht. „Es wird wieder mehr gelacht, wir spielen wieder mit mehr Freude Handball“, erläutert der Coach. Der Grund dafür: „Wir haben uns noch einmal zusammengesetzt und zusammengerauft. Wir blicken nun nicht mehr auf die Tabelle, sondern von Spiel zu Spiel und wollen die zweite Liga genießen, solange es nur geht.“

Dazu gehöre nach den klaren Niederlagen in Essen, Saarlouis und Hüttenberg nun auch mal bei einem Team „hoffentlich auf Augenhöhe einmal so stark aufzutreten wie in Bad Schwartau und Nordhorn“, sagt Horstmann.

Von Gerald Schaumburg

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