Handball-Zweitligist entlässt seinen Trainer

Eintracht Baunatal trennt sich von Ralf Horstmann

Baunatal. „Ich bin traurig und enttäuscht“, sagt Ralf Horstmann. Der 44-Jährige, der bis zum Sonntag Trainer des Handball-Zweitligisten Eintracht Baunatal war, konnte es auch gestern noch nicht fassen, dass seine Tätigkeit beim Aufsteiger und Tabellenletzten ab sofort beendet ist.

Horstmann ärgert sich vor allem über die Art und Weise, in der die Trennung vonstatten ging. „Mein Co-Trainer Dominik Schwietzke und ich sind am Sonntag nach dem Spiel gegen Rimpar zu Geschäftsführer Jens Reinhold zitiert worden, der uns unsere Entlassung verkündet hat“, sagt Horstmann.

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Schwaches Signal

Dessen Mannschaft hatte kurz zuvor dem Tabellendritten Rimpar, bei dessen 24:19-Sieg in der Baunataler Rundsporthalle, noch einen großen Kampf geliefert hatte. „So wie am Sonntag hatte ich mir auch im Laufe der Saison trotz der vielen Niederlagen nichts vorzuwerfen“, fügt Horstmann, dessen Nachfolger Jugendkoordinator Markus Berchten ist, hinzu.

Ralf Horstmann

Reinhold sieht das anders. „Mit dem Wechsel auf der Trainerbank erhoffe ich mir neue Impulse und Motivation für den Rest der Rückrunde“, sagt der Eintracht-Geschäftsführer, der seine Mannschaft aus finanziellen Gründen auch dann nicht für die 2. Liga melden wird, wenn sie die sportliche Sensation Klassenerhalt doch noch schaffen sollte. Schuldig bleibt der Geschäftsführer in diesem Zusammenhang allerdings die Aussage, warum die Mannschaft die Saison nicht mit Meistermacher Horstmann zu Ende spielen soll. Nochmal Reinhold wenig konkret: „Der Start in der 3. Liga soll als Chance genutzt werden, sich sowohl wirtschaftlich als auch verwaltungstechnisch breiter aufzustellen.“

Und was sagt die Mannschaft? Gestern am späten Abend haben wir nur noch Felix Geßner erreicht, der aber für die meisten seiner Mitspieler spricht, wenn er sagt: „Wir hätten die Saison gern mit Ralf Horstmann zu Ende gespielt.“ Der Linksaußen wundert sich über den Trainerwechsel auch deshalb, weil er mit dem Entschluss zusammenfällt, in der kommenden Saison nicht mehr in der 2. Liga anzutreten. Geßner sieht die Entscheidung des Vereins allerdings auch differenziert und fügt hinzu: „Jetzt müssen wir nach vorn schauen. Vielleicht bringt Markus Berchten ja tatsächlich die von Jens Reinhold erhofften neuen Impulse.“ (geb)

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