Baunataler Handballer planen Trainingsauftakt und Test gegen Hannover – Aber wer entlastet Berchten?

Eintracht startet am 14. Januar

Kämpferisch am Spielfeld-Rand: Markus Berchten, hier noch in Diensten der HSG Bad Wildungen. Archivfoto: Kaliske/nh

Baunatal. In kleinen, ganz kleinen Schritten schreitet beim Handball-Zweitligisten Eintracht Baunatal nach dem Aus für die Trainer Ralf Horstmann und Dominik Schwietzke die Planung der sportlichen Zukunft voran. „Wir werden am 14. Januar das Mannschaftstraining aufnehmen, am 25. Januar wie von Ralf Horstmann noch geplant ein Testspiel gegen Bundesligist Hannover-Burgdorf bestreiten und dann am 8. Februar mit einem Heimspiel gegen Spitzenreiter Leipzig in das Restprogramm der Liga starten“, verkündete am Montag der neue Trainer Markus Berchten.

Und: Noch in dieser Woche, am Donnerstag, werde es ein Treffen Berchtens geben mit den Verantwortlichen der Eintracht und der SG 09 Kirchhof, wo der Schweizer ja die erste Frauenmannschaft als Drittliga-Tabellenführer trainiert. „Wir werden uns an einen Tisch setzen und gemeinsam alle Termine und Pläne koordinieren“, sagte Berchten.

Allerdings ist fraglich, ob bis dahin ein neues personelles Konzept der Eintracht stehen wird. Denn Karsten Moos, auf den Eintracht-Geschäftsführer Jens Reinhold und Berchten als Co-Trainer der Männer und Coach der Bundesliga-A-Junioren gehofft hatten, bestätigte gestern auf HNA-Anfrage seine Absage an die Großenritter. Er stehe nicht zur Verfügung und wolle sich zu den Gründen nicht äußern, erklärte der Ex-Wildunger, der in diesem Monat zunächst den Erwerb der A-Lizenz abschließen will.

Die Suche nach personeller Entlastung für Berchten ist nicht leicht, denn auch Dominik Schwietzke kann sich eine Rückkehr kaum vorstellen – auch wenn Berchten den bisherigen Assistenten gern weiterhin an Bord hätte. „Ich sehe derzeit keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit mit Jens Reinhold. Das wäre auch gegenüber Ralf Horstmann nicht korrekt“, erklärte Schwietzke gestern. Zu überraschend, zu schockierend sei der Raufwurf am Jahresende gekommen, „nachdem wir als Trainerteam im November nach den bitteren Niederlagen in Essen und Saarlouis von der Geschäftsführung und der Mannschaft noch Rückendeckung erhalten hatten“. Außerdem, so Sportlehrer Schwietzke, seien auch die finanziellen Folgen der Trennung für ihn noch nicht besprochen oder gar gelöst.

Markus Berchten indes baut zunächst auf den noch von Horstmann und Schwietzke begründeten Plänen auf. „Zehn bis zwölf Tage lang werden wir viel für die Athletik und die Fitness tun, um für die restlichen 17 Spiele gerüstet zu sein. Danach geht es ans Spielerische“, erläutert der 52-Jährige. „Ganz wichtig ist aber auch, dass wir wieder zu Spaß und Begeisterung für unseren Sport zurückfinden, denn beides ist den Jungs mit den vielen auch unglücklichen Niederlagen verloren gegangen.“

Eintracht-Geschäftsführer Jens Reinhold war gestern nicht zu erreichen.

Von Gerald Schaumburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.