Eintracht Baunatal: GmbH von Jens Reinhold zahlungsunfähig – Saison wohl gesichert

Insolvenzantrag gestellt

Bleibt er für die Eintracht am Ball?: Christian Schade hat sich noch nicht entschieden. Foto: Fischer

Baunatal. Es war darüber schon in den vergangenen Wochen spekuliert worden, doch jetzt ist es amtlich: Jens Reinhold hat als Geschäftsführer der Eintracht Baunatal Handball-Bundesliga Spielbetriebs-GmbH sowie der Eintracht Baunatal Verwaltungs- GmbH Insolvenzantrag gestellt.

Das teilte der Verein gestern mit. Reinhold begründete diesen Schritt mit eingetretener Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Noch Anfang März hatte Werner Bracht, Kassenwart der Handballabteilung im Verein, der einen Anteil von 25,1 Prozent (6250 Euro) am 25 000 Euro hohen Stammkapital der GmbH hält, gehofft, diesen Weg zu vermeiden. Doch daraus wurde nichts. „Jetzt wird entschieden, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird oder nicht“, sagt Bracht, der sich gestern bereits mit dem vom Amtsgericht bestellten Rechtsanwalt und Sachverständigen Thore Voß aus der Kanzlei BBORS – Kreuznacht (Mühlhausen) getroffen hat.

Vorrangiges Ziel sei laut Pressemitteilung, den Spielbetrieb bis zum Saisonende im Juni aufrecht zu erhalten. „Da habe ich keine Bedenken, dass das gelingt. Grob gerechnet fehlen uns zwar ein paar Tausend Euro, um die Serie zu Ende zu spielen, doch die werden mithilfe von Sponsoren abgedeckt“, erklärt Bracht.

Unterdessen bereitet sich die Mannschaft von den Ereignissen unbeeindruckt auf das kommende Spiel vor, das am Freitag ab 20.30 Uhr in der Baunataler Rundsporthalle gegen Tusem Essen stattfinden soll. Gestern haben die Spieler eine Übungseinheit absolviert, und auch am Donnerstag wird Coach Markus Berchten zum Training bitten.

„Für uns Spieler hat sich nichts verändert“, sagt Kapitän Christian Schade, der hinzufügt: „Wir gehen seit Monaten davon aus, dass es zu einem Insolvenzverfahren kommt, und wir werden diese Saison zu Ende spielen, damit wir unter Umständen in der kommenden Saison in der dritten Liga weiterspielen können.“

Ob der Kapitän an Bord bleibt, steht noch nicht fest, aber Schade geht davon aus, dass er mit 34 Jahren seine Karriere noch nicht beendet und sagt auch: „Wenn es bei der Eintracht weitergeht, dann habe ich die Option zu bleiben.“ Phil Räbiger ist noch optimistischer und zweifelt nicht daran, dass er auch in der kommenden Saison das Eintracht-Trikot tragen wird. Der 24-Jährige findet, dass es ein gutes Zeichen ist, dass der Insolvenzantrag gestellt wurde und sagt: „Gut, dass etwas passiert.“

Von Gerd Brehm und Torsten Kohlhaase

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