Kommentar zu Jens Reinhold in Baunatal: Seifenblase ist geplatzt

Ohne Jens Reinhold wären die Baunataler Handballer heute nicht in der zweiten Liga.

Gemeinsam mit den Trainern Kauffeld und Horstmann hat er die Eintracht vorangeführt und auch den Weg in die Betriebsgesellschaft geebnet. Ohne Jens Reinhold aber würde der Zweitligist heute auch nicht vor einem Scherbenhaufen stehen.

Denn es ist der Geschäftsführer, der mit der zweiten Liga am meisten überfordert ist. Buchführung und Bilanzen sollen in erbärmlichem Zustand sein, fernab jeder Professionalität. Bis heute fehlen denen, die retten wollen, verlässliche Zahlen. Das Bittere daran ist: Reinhold hat sich seinen Traum viel kosten lassen. Eine sechsstellige Summe hat er als Gesellschafteranteil eingebracht, eine selbstschuldnerische Bürgschaft - ebenfalls sechsstellig - steht noch im Raum. Solche Beträge waren es „JR“ wert, mit dem Handball ins Rampenlicht zu gelangen, sich im so teuer erkauften Erfolg zu sonnen.

Doch es ist zu kurz gedacht, nun allein den Stab über Reinhold zu brechen. Denn zu viele haben sich von ihm blenden lassen. Erst im Verein, später in der GmbH – die Kontrollmechanismen haben viel zu spät gegriffen. Jetzt, da die Seifenblase des Einzelkämpfers geplatzt ist, müssen sie doch wieder alle gemeinsam ran. Um zu retten, was zu retten ist. Schwer genug wird es allemal.

Lesen Sie auch: Baunataler Handballer wollen Saison zu Ende spielen

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.