Samstag gegen Hamm

Baunataler Handballer kommen immer heftiger unter die Räder

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In Aktion: Kapitän Christian Schade.

Baunatal/Tübingen. 16:27 gegen Leipzig, nun 13:30 beim TV Neuhausen in Tübingen – die Handballer der Baunataler Eintracht kommen in der 2. Bundesliga immer heftiger unter die Räder. „Die Jungs trainieren hart und gut, können das Erarbeitete im Spiel aber nicht umsetzen“, beschreibt Trainer Markus Berchten die mental bedingte Blockade seiner Truppe.

„Wie schon gegen Leipzig starten wir gut, zeigen gute Ansätze in der Abwehr, aber lassen uns viel zu schnell von den ersten Fehlern aus der Bahn bringen.“ Und so treibt den neuen Coach vor allem eine Sorge um: „Die Jungs verlieren noch mehr den Glauben an sich selbst, zeigen kein Aufbäumen mehr.“

Beobachter beurteilen die Mannschaft derzeit deutlich schwächer als in der Aufstiegsrunde. Kapitän Christian Schade beschreibt die Lage ebenso wie die Leistungen – „deprimierend“. Das Team entwickele sich nicht weiter, sei in beiden Spielen schließlich chancenlos gewesen. „Wir keulen im Training, aber im Spiel kommt nichts davon rum“, sagt Schade. Positionswechsel im Team seien durchaus belebend, „aber da müssen sich einige Leute in ihren neuen Aufgaben erst noch eingewöhnen und an ihrer Verantwortung wachsen. Aber das geht nicht von heute auf morgen“, erklärt der Kapitän.

Hinzu komme einige Unsicherheit. Schade: „Wir wissen nicht, wie der Verein die Zukunft plant, mit welchem Personal. Wir wissen nicht einmal, was derzeit mit Hendrik Pollex ist. Mal ist er da, mal nicht. Mal beim Training, mal beim Spiel.“ Fakt ist, so Geschäftsführer Jens Reinhold, „dass alle Spieler Zweijahresverträge haben für die zweite und die dritte Liga bis zum Ende der nächsten Saison“. Bis auf Leihgabe Hendrik Pollex von Hannover-Burgdorf sowie Max Kroll und Marius Fuchs.

Am Samstag nun steht um 20.30 Uhr das Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen an. Im Hinspiel holte die Eintracht beim überraschenden 29:24 zwei ihrer fünf Punkte. Ein gutes Omen also?! „Angesichts unserer aktuellen Auftritte wohl eher nicht“, räumt Kapitän Schade ein, „denn die Jungs aus Hamm sind heiß auf Revanche und werden in der Rundsporthalle richtig Gas geben.“

Von Gerald Schaumburg

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