Mannschaft beweist Eintracht

Baunataler Handballer wollen Saison zu Ende spielen

Werner Bracht

Baunatal. Das Licht am Ende des Tunnels ist doch größer als gedacht.

Denn trotz aller wirtschaftlicher Turbulenzen stehen die Chancen offenbar gut, dass die Baunataler Handballer den Spielbetrieb in der zweiten Liga fortsetzen. „Wir werden am Donnerstag den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen und am Sonntag zum Spiel in Bittenfeld antreten“, erklärte Markus Berchten gestern.

Außerdem, so der Trainer nach einem „positiv verlaufenen Gespräch“ des Teams mit Gesellschaftern der von der Insolvenz bedrohten Eintracht Baunatal Handball Marketing GmbH & Co KG und GSV-Funktionären, „wollen wir die Runde geordnet zu Ende spielen“.

Kapitän Christan Schade erläuterte: „Wir vertrauen den Menschen, die uns nun helfen wollen und Wege aufzeigen. Einige Fragen bleiben offen, aber die Mannschaft hat sich eindeutig fürs Weitermachen entschieden.“ Schließlich, so Schade, „ist die Eintracht für viele ihr Heimatverein, der ihnen am Herzen liegt“.

Weitere Motivation sei „die Hoffnung, dass es eine Perspektive für die 3. Liga in der nächsten Saison gibt“. Mit Bedauern aber registrierte der Kapitän, dass in der aktuell schwierigen Lage in Christoph Koch der erste Abgang bekannt wurde – ausgerechnet nach Gensungen zum einstigen Eintracht-Trainer Arnd Kauffeld.

Weitere Abgänge im Sommer hält Schade für möglich und negiert eine Aussage von Geschäftsführer Jens Reinhold, wonach bis auf Kroll, Ollex und Fuchs alle Spieler für 2015/16 Verträge hätten. „Davon ist nicht auszugehen.“ rainer Markus Berchten kündigte gestern an, die Baunataler im Sommer zu verlassen: „In einem solchen Umfeld kann ich nicht arbeiten.“

Wie es wirtschaftlich mit den Handballern weitergeht sei derzeit völlig offen, berichtete Werner Bracht (66). Der selbstständige Kaufmann ist Kassenwart der Handballabteilung im Verein, der einen Anteil von 25,1 Prozent (6250 €) am 25 000-Euro-Stammkapital der GmbH hält. Am Freitag werde Geschäftsführer Reinhold mit seinen Beratern über einen Insolvenzantrag reden, bis dahin werde alles versucht, diesen Schritt zu vermeiden, so Bracht. Er habe selbst die Lohnbuchhaltung des Zweitliga-Teams geführt und versichert nun: „Alle Sozialabgaben für die Spieler wurden abgeführt.“

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