Handball: Baunataler Eintracht will ThSV den Bundesliga-Aufstieg schwer machen

Als Partygäste in Eisenach?

+
Der Baunataler Kapitän nimmt Maß: Christian Schade beim Strafwurf.

Baunatal/Eisenach. Nein, sie hatten nicht oft Grund zu feiern in den vergangenen Monaten. An diesem Sonntag ab 17 Uhr aber werden die Handballer der Baunataler Eintracht Teilnehmer einer riesigen Fete sein.

Zumindest dann, wenn sie nicht ausgerechnet im Gastspiel beim Tabellenzweiten ThSV Eisenach sensationell ihren ersten Sieg seit dem 16. November feiern. Denn das nordhessische Zweitliga-Schlusslicht ist in der altehrwürdigen Halle an der Katzenaue fest als Punktelieferant eingeplant. Und darf dann, wenn somit die Rückkehr der Thüringer in die Bundesliga perfekt ist, gern an der anschließenden Aufstiegsfeier teilnehmen.

„Wir wollen aber nicht nur Partygäste sein in Eisenach, sondern auch ein gutes Handballspiel zeigen und dem hohen Favoriten das Siegen möglichst schwer machen“, sagt Christian Schade. Der Eintracht-Kapitän weiß aber, dass dies ein Anspruch ist, dem die Großenritter als vermeintlicher Spielverderber kaum gerecht werden können. Zumal die beiden Linksaußen Felix Geßner (Handverletzung) und Freddy Drönner (Einsatz in der Bundesliga-Qualifikation der A-Jugend) sowie Conny Feuring (krank) fehlen werden.

Herbe Packung im Hinspiel

21:30 verloren die Großenritter das Hinspiel in eigener Halle, als sie fast schon obligatorisch nach einer soliden ersten Viertelstunde (5:5) eingebrochen waren und der künftige Berliner Bjarki Elisson 13/4 Tore erzielt hatte. „Das haben wir abgehakt“, behauptet Schade nun. „Jetzt freuen wir uns auf ein tolles Erlebnis in unserem letzten Auswärtsspiel in der zweiten Liga. Eine traditionsreiche, enge und rappelvolle Halle, das begeisterungsfähigste Publikum der Liga – das wird ein Spiel in einer sensationellen Atmosphäre.“

Und es könnten eben diese Baunataler sein, die der Thüringer Sportverein als letzten Punktspielgegner in der Werner-Aßmann-Halle empfangen darf. Denn die Eisenacher haben die Bundesliga-Lizenz zwar ohne Probleme erhalten, sie dürften aber im Fall des Aufstiegs ihre Punktspiele dort nicht austragen und müssten notfalls (nach Rotenburg?) ausweichen. Doch obwohl in der alten Halle auf einer Längsseite keine Tribüne steht, was die Bundesliga-Verantwortlichen stört, hofft längst nicht nur Geschäftsführer Karsten Wöhler (früher Melsungen) noch auf eine erneute Ausnahmeregelung wie schon in der Erstliga-Saison 2013/14.

Damals war Adalsteinn Eyjolfsson noch Trainer beim ThSV. Im vergangenen Herbst aber musste der Isländer (heute in Hüttenberg) nach acht Spieltagen und nur 7:9 Punkten gehen. Es kam Altmeister Velimir Petkovic (58), und mit ihm der Erfolg zurück. 45:11 Zähler hat das Team unter seiner Regie geholt, von den letzten 23 Spielen nur drei verloren. Der Lohn: Rang zwei mit 52:20 Punkten hinter Meister Leipzig (59:13) und vor Bittenfeld (51:21) sowie Nordhorn und Rimpar (je 49:23). Ein Remis am vorletzten Spieltag gegen Baunatal also würde zum Aufstieg reichen. Und würde auch die Eintracht in Partylaune bringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.