2. Handball-Liga: Ein rabenschwarzer Abend

Eintracht Baunatal verliert Kellerduell gegen Hüttenberg 16:27

+
Das Trikot des Mitspielers fest im Griff: Marius Fuchs (zweiter von links) zieht am Hemd von Christoph Koch (rechts) und umgekehrt. Die Hüttenberger Andreas Scholz (links) und Mario Fernandes müssen nicht eingreifen.

Baunatal. Dass sie angesichts der desolaten Gesamtsituation nicht vor Selbstvertrauen strotzend aufgetrumpft haben, ist verständlich, aber dann war alles noch viel schlimmer als befürchtet.

Die Spieler des GSV Eintracht Baunatal haben das Kellerduell der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Hüttenberg 16:27 (5:14) verloren und sind dabei phasenweise über Landesliga-Niveau nicht hinausgekommen.

Dennoch wäre es unfair, allein die Spieler zu kritisieren, denn nach dem unverständlichen Trainerwechsel, dem frühzeitig angekündigten Rückzug aus der 2. Liga und der fürchterlichen 5:47-Punkte-Bilanz werden die Beine schwer und die Hände zittern.

Und das Geschäftsführer Jens Reinhold gestern Abend nicht in der Rundsporthalle war, hat womöglich etwas mit der grassierenden Grippewelle zu tun, war aber für einige Fans Anlass genug, über die wohl nicht rosige finanzielle Lage der Eintracht zu spekulieren.

Zurück zum Spiel: Der TV Hüttenberg stand schnell als Sieger fest, denn beim - aus Baunataler Sicht - 1:4 nach acht Minuten war schon klar, dass die Eintracht noch schwächer war als üblich. Lethargisch in der Abwehr, langsam und fehlerhaft beim Spielaufbau und fahrig beim Abschluss: So präsentierten sich die Spieler, die vor ein paar Monaten noch zurecht als Helden des Handballs gefeiert wurden. Und so ging es in den ersten 30 Minuten ohne Unterlass, sodass das Halbzeit-Ergebnis eine Katastrophe war. Die Eintracht lag hoffnungslos mit 5:14 zurück.

Markus Berchten

Angesichts dieses immensen Rückstands ist das 16:27-Endergebnis mit viel gutem Willen schon fast als Erfolg zu werten. Es schien aber so, als hätten die Hüttenberger, die selbst vom Zweitliga-Niveau weit entfernt waren, Mitleid mit ihren Gastgebern. Jedenfalls spielten sie ihre offensive 3:2:1-Deckung lange nicht mehr so konzentriert wie in den ersten 30 Minuten.

Der aufgrund seiner einstigen Tätigkeit bei der SVH Kassel in dieser Region bestens bekannte Hüttenberger Trainer Adalsteinn Eyjolfsson lobte schließlich hauptsächlich die Defensivleistung seiner Mannschaft. „Unsere offensive Deckung war stabil und hat die Eintracht zu vielen Fehlern gezwungen, sodass wir häufig zu Tempogegenstößen gekommen sind“, sagte der Isländer.

Baunatals Coach Markus Berchten, der sich vor seiner Analyse erstmal einen „Trainer-raus“-Ruf anhören musste, warb auch angesichts der Verletzungs- und Krankheitswelle um Verständnis und stellte fest: „Mit nur fünf Spielern im Training kann man sich nicht ordentlich auf so ein Spiel vorbereiten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.