Baunataler Handballer empfangen heute den ASV Hamm und suchen dringend Führungspersönlichkeit

Wer reißt die Eintracht mit?

Fingerbruch: Im Hinspiel erzielte Felix Geßner acht Treffer, nun muss er verletzt zusehen. Foto: Fischer

Baunatal. Es war der 13. September und am vierten Spieltag in der 2.Handball-Bundesliga das erste Erfolgserlebnis – 29:24 gewann Eintracht Baunatal beim ASV Hamm in Westfalen. Überraschend. Jetzt steht das Rückspiel an: Am heutigen Samstag nun um 20.30 Uhr, nicht am 13. sondern am 14., gastieren die Westdeutschen in der Rundsporthalle.

Und die Vorzeichen sind fast die selben. Damals hatten die Großenritter zuvor gegen Neuhausen 18:33 verloren, diesmal 13:30. Damals waren die Nordhessen krasser Außenseiter, auch diesmal ist Hamm angesichts einer Erfolgsserie von 19:3 Punkten klarer Favorit.

Und dennoch dürfen die Baunataler nicht wirklich erwarten, ihren Coup von damals wiederholen zu können. Denn: „Hamm hat sich mit Trainer Kay Rothenpieler offenbar enorm weiter entwickelt und wird uns sicher nicht ein zweites Mal unterschätzen“, befürchtet Eintracht-Coach Markus Berchten einen auf Revanche brennenden Gegner.

Entsprechend schwach klimmt der Hoffnungsfunke im Baunataler Lager. „Wir haben eine junge, begeisterungsfähige Mannschaft. Das ist gut, wenn’s läuft. Aber jetzt, in einer solch schweren Zeit, würden uns erfahrene Führungsspieler wie Kapitän Christian Schade, die das Team mitreißen und führen, sicher gut tun“, sagt Berchten. Das Problem: Schade spielt auf Rechtsaußen, da ist sein Einfluss beim Lenken des Spiels beschränkt.

Und Marvin Gabriel sowie Dennis Weinrich, die Spielmacher, sind längt nicht in der Form der vergangenen Saison und mussten am Mittwoch beim TV Neuhausen noch im Wechsel auch mit Fabian Struif als Linksaußen aushelfen. Andere, wie Phil Räbiger, wirken auf dem Feld zu introvertiert, um als Leader in die Bresche zu springen.

Bleiben die Torhüter. Max Kroll war gegen Leipzig der beste Baunataler Spieler; Conny Paar nach seiner Einwechselung der Mann, der mit zahlreichen Glanzparaden eine noch deftigere Pleite gegen Neuhausen verhinderte. Aber: Auch ihre Paraden nutzen nur wenig, wenn bei der Eintracht das Umschaltspiel nicht klappt oder im Angriff die Chancen nicht genutzt werden. Selbst drei Strafwürfe wurden am Mittwoch nicht versenkt.

Einer der Zuverlässigsten ist noch Marius Fuchs, der Kreisläufer. Aber auch er ist abhängig von den Anspielen seiner Mitstreiter. Ebenso übrigens wie Frederik Drönner. Der junge Linksaußen darf heute wieder ran. Muss aber mehr als nur zwei, drei Bälle bekommen im gesamten Spiel wie zuletzt gegen Leipzig..

Von Gerald Schaumburg

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