22:26 – Baunataler Kampfmoral gegen Bad Schwartau erneut nicht belohnt

Und wieder war mehr drin

Halt, hier geblieben: Der Baunataler Dennis Weinrich wird vom Schwartauer Christian Schwarz resolut gestoppt. Foto:  Schachtschneider

Baunatal. 50 Minuten lang hatten sie einen beherzten Kampf geboten, am Ende aber stand die 27. Saisonniederlage: 22:26 (13:15) verloren die Zweitliga-Handballer der Baunataler Eintracht gegen den VfL Bad Schwartau – und mussten wieder einmal bilanzieren, dass auch diesmal mehr drin war. „Immer wenn wir uns wieder herangekämpft hatten und auf Augenhöhe waren, dann waren wir zu gierig, nicht clever und kühl genug, um das Spiel auch noch zu kippen“, bilanzierte daher Trainer Markus Berchten.

Denn seine Großenritter hatten zwar zehn, zwölf Minuten gebraucht, um aus dem Ferienmodus heraus endlich auf Betriebstemperatur zu kommen. Dann aber machten sie sich auf, einen Vier-Tore-Rückstand Stück für Stück aufzuholen und boten fortan dem einstigen Bundesligisten ein rasantes Katz-und-Maus-Spiel.

Was nicht zuletzt den Einwechselungen von Conny Paar und Christoph Koch zu verdanken war. Paar gab Sicherheit im Tor, Koch brachte die dringend nötige physische Präsenz in die Abwehr. Nun endlich gelang es der Eintracht, die Kreise von Oliver Milde und Daniel Pankofer zumindest einzuengen. Dennis Weinrich, Andi Bornemann, Marius Fuchs, Christian Schade und Felix Geßner sorgten für die Wende, beim 12:11 (26.) führten die Baunataler.

Doch es blieb das einzige Mal, dass die Eintracht vorlegen konnte. Denn der Tabellenletzte geriet auch im weiteren Verlauf immer wieder mit drei, vier Toren in Rückstand. Weil den Hausherren mehr und mehr die Durchschlagskraft im Angriff schwand, weil der einstige Melsunger Dennis Klockmann in der zweiten Halbzeit allein 13 Bälle und zwei Strafwürfe abwehrte. „Und“, so Trainer Berchten, „weil wir keinen Denker und Lenker auf dem Feld hatten wie Daniel Pankofer, der immer wieder in den entscheidenden Phasen Verantwortung übernahm und sein Team zum Sieg führte.“ Neun Tore und viele, viele Vorlagen standen schließlich auf dem Konto von Lübecks Bestem.

Dass die Eintracht dennoch beim 19:19 (44.) und bis zum 22:23 (52.) dran blieb, brachte den Hausherren Szenenapplaus und immer wieder Aufmunterung von den Fans ein. Den Respekt des Gegners hatten die Baunataler allemal. „Diese Jungs haben es uns verdammt schwer gemacht heute nd bewiesen, dass sie gute Handballer sind und von keinem Gegner mal so eben im Vorbeigehen besiegt werden“, würdigte VfL-Trainer Torge Greve – und war heilfroh, das Katz-und-Maus-Spiel gewonnen zu haben.

Von Gerald Schaumburg

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