Wiedersehen mit Suton

Handball-Zweitligist Baunatal in Saarlouis

Baunatal. Ein einziges Mal haben sich die Baunataler Handballer einen externen, hauptberuflichen Trainer geleistet. Das war im Sommer 2011. Goran Suton, der zuvor auch Bundesligist Düsseldorf schon betreut hatte, kam, weckte und hatte große Erwartungen, brachte seinen talentierten Filius Sven (heute Bad Blankenburg) mit. Aber schon im Herbst kehrte Arnd Kauffeld zunächst zur Eintracht zurück, und das Intermezzo des Kroaten war beendet – trotz 9:7 Punkten.

Freitag nun gibt’s ein Wiedersehen für die Baunataler mit ihrem Ex-Coach, wenn die Nordhessen um 19.30 Uhr zum Zweitliga-Kellerduell bei Sutons aktuellem Team in Saarlouis antreten. Mit durchaus gemischten Gefühlen. Denn Suton musste damals gehen, weil es intern deutliche Differenzen gegeben hatte und die Mannschaft gegen ihn gestimmt hatte. „Wir hatten unterschiedliche Wahrnehmungen über die Stärken einzelner Spieler“, beschreibt Torwart Conny Paar das ganze heute diplomatisch. Tatsächlich sollte Sutons Sohn Sven mehr Spielanteile erhalten – zu Lasten von Marvin Gabriel.

„Spiel wie jedes andere“

Inzwischen ist viel Gras über die Sache gewachsen. Für Goran Suton ist das Wiedersehen mit seinen einstigen Schützlingen „ein Spiel wie jedes andere“. Nicht einmal als Vier-Punkte--Partie stuft er das Kellerduell ein: „Es gibt auch diesmal nur zwei Zähler zu gewinnen. Mehr nicht.“

Im Großenritter Lager aber ist die alte Geschichte nicht vergessen. „Ich hoffe, dass die Jungs in Saarlouis zeigen wollen und zeigen können, was sie drauf haben; dass sie dabei aber nicht überdrehen“, erklärt nun Trainer Ralf Horstmann. Denn ein Sieg soll her, ein Sieg muss her für den Letzten (5:23 Punkte) beim Fünfzehnten (10:18) im Bemühen, in der Tabelle den Anschluss zu halten. Das aber kann nur gelingen, wenn trotz aller Emotionen Cleverness und Geduld nicht verloren gehen. So, wie zuletzt beim derben Rückschlag in Essen (22:31).

Zur Erinnerung ruft Horstmann seinen Mannen nun den guten Auftritt in Bad Schwartau in Erinnerung – „nur das Ergebnis müssen wir umkehren“. Dort hatte kaum jemand auf die eintracht gesetzt, dennoch wurde ein Punktgewinn nur um ein Tor verfehlt. „Wir wissen, dass wir den Mut und die Qualität haben, auch in Saarlouis zu bestehen“, sagt Trainer Horstmann. „Aber wir müssen die Köpfe hochnehmen, die Stimmung wieder ins Positive wenden, unsere Fehlerquote minimieren und uns ganz auf unser Spiel konzentrieren.“

Das aber wird nicht leicht. Denn zwar hat Rekonvaleszent Paul Gbur bei seiner Rückkehr in Essen bewiesen, dass er der Mannschaft schon jetzt helfen kann. Doch Hendrik Pollex wird womöglich für Hannover-Burgdorf in der Bundesliga spielen, und Marius Fuchs sowie Marvin Gabriel, ausgerechnet, sind gesundheitlich angeschlagen.

Vor dem Wiedersehen mit Goran Suton und einem Spiel, das bei einer Niederlage den Weg zum Klassenerhalt noch viel, viel länger werden lassen könnte.

Von Gerald Schaumburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.