Kein geregeltes Training, Reinhold vor Ablösung

Wirbel bei Zweitligist Baunatal: Spielbetrieb in Gefahr?

Alles Andere als glücklich: Eintracht-Spieler Christoph Koch, der nach der Saison zu Gensungen/Felsberg wechselt, und Interimstrainer Markus Berchten. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Die sportliche Tristesse geht bei Handball-Zweitbundesligist Eintracht Baunatal mit einer akuten wirtschaftlichen Überforderung einher.

Nach HNA-Informationen droht der Eintracht Baunatal Handball Marketing GmbH & Co KG, die kaufmännisch unabhängig ist vom Amateurverein GSV Eintracht Baunatal, kurzfristig die Zahlungsunfähigkeit.

Die sportliche Tristesse geht bei Handball-Zweitbundesligist Eintracht Baunatal mit einer akuten wirtschaftlichen Überforderung einher. Nach HNA-Informationen droht der Eintracht Baunatal Handball Marketing GmbH & Co KG, die kaufmännisch unabhängig ist vom Amateurverein GSV Eintracht Baunatal, kurzfristig die Zahlungsunfähigkeit.

Seit Wochen laufen hinter den Kulissen schon vielfältige Gespräche über die GmbH hinaus, um die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs der ersten Männermannschaft bis zum Saisonende und danach weiter in der 3. Liga zu sichern. GmbH-Geschäftsführer Jens Reinhold, zurzeit krank, war Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Claus Umbach, Leiter der Handball-Abteilung der Eintracht, erklärte, dass die Mannschaft bis zum Ende der Saison weiter spielen werde. „Die Perspektive ist die 3. Liga. Darauf konzentrieren wir uns. Das Geschäftliche liegt in den Händen von Herrn Reinhold.“ Zu der finanziellen Situation könne er keine Angaben machen.

Zuletzt kamen Gerüchte auf, die Mannschaft würde das Training boykottieren. Dies bestätigte Umbach am Dienstag nicht: „Heute Morgen waren die Spieler zum Athletik-Training in meinem Sportstudio.“ Er räumte allerdings ein, dass díe eine oder andere Einheit ausgefallen sei: „Die Motivation geht bei Spielern bei solchen Niederlagen schon mal leicht runter.“ Trainer Markus Berchten und Spieler waren nicht erreichbar. Unabhängig vom Abschneiden in dieser Serie hatten die Verantwortlichen bereits den freiwilligen Rückzug in die dritthöchste Klasse angekündigt.

Am Montagabend sollen die Gesellschafter beraten haben, wie eine Ablösung von Geschäftsführer Reinhold rasch organisiert werden könnte. Über personelle Alternativen war nichts zu erfahren, zudem sind wohl noch keine grundsätzlichen Entscheidungen gefallen. Vielmehr werden auch in Rücksprache mit Verantwortlichen des Deutschen Handball-Bundes (DHB) derzeit alle kaufmännischen und sportjuristischen Alternativen ausgelotet. Beispielsweise auch die Frage, ob die Spiellizenz bei einer möglichen Insolvenz dennoch bei der GmbH verbleiben kann oder der Verein wieder als Träger der ersten Männermannschaft fungieren kann und sollte.

Koch geht nach Gensungen

Ungeachtet dessen soll der eine oder andere Spieler bereits in Verhandlungen mit anderen Klubs sein. Fest steht bereits, dass Kreisläufer Christoph Koch nach dieser Saison zum Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg wechselt. Dort fungiert der frühere Eintracht-Coach Arnd Kauffeld als Trainer: „Er hat mich gefragt, ob ich nach Gensungen wechseln möchte. Und ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt Koch.

Dass kurzfristig schon Spieler aus dem Team zu anderen Klubs wechseln, glaubt Umbach nicht. Er führt zurzeit Gespräche. Falls ein Akteur sofort woanders anheuern möchte, darf erin der Regel erst nach achtwöchiger Sperre für das neue Team auflaufen.

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