Am Mittwoch bei der HSG Nordhorn-Lingen, Sonntag kommt Eisenach

Harte Brocken warten auf die Baunataler Handballer 

Die pure Entschlossenheit: Kämpfertypen wie Kraftpaket Christoph Koch, hier auch einmal im Angrfiff, sind jetzt bei der Baunataler Eintracht gefragt. Archivfoto:  Schachtschneider

Baunatal. Dem schwarzen Samstag gegen Rostock und einer Aussprache am Montag mit Trainer Ralf Horstmann sowie Geschäftsführer Jens Reinhold folgt nun die nächste Herausforderung.

Die Handballer der Baunataler Eintracht gastieren am Mittwochabend um 19.30 Uhr bei der HSG Nordhorn in Lingen.

Und dort, an der Grenze zu den Niederlanden, ist der Tabellenletzte krasser Außenseiter. Denn die Niedersachsen aus der Grafschaft Bentheim, nordwestlich von Münster, haben daheim bislang nur gegen Rimpar (25:28) und Spitzenreiter Leipzig (20:26) gepatzt. Sie belegen in der aktuellen Rangliste mit 23:9 Punkten den vierten Platz und schicken sich an, an alte Nordhorner Triumphe anzuknüpfen - Rückkehr in die Bundesliga sechs Jahre nach dem wirtschaftlichen Rückzug nicht ausgeschlossen. In der ewigen Tabelle der Bundesliga wird die einstige HSG Nordhorn mit zehn Saisonen immerhin noch auf Rang 14 geführt.

Inzwischen heißen die Leistungsträger der Grafschafter nicht mehr Jochen Fraatz, Ola Lindgren, Holger Glandorf, Peter Gentzel oder Ljubomir Vranjes, sondern haben vor allem holländische Namen. Mit Nicky Verjans im rechten Rückraum, Bobby Schagen auf Rechtsaußen, Patrick Miedema und Toon Leenders tragen gleich vier Niederländer die Trikots des deutschen Vizemeisters von 2002 und EHF-Pokalsiegers von 2008.

„Diese Mannschaft zählt für mich zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten“, sagt Ralf Horstmann über Nordhorns Truppe. „Verjahns und Schagen sind Topleute, auch Jens Wiese im linken Rückraum.“ Hinzu kommt, dass der HSG mit einem Sieg gegen die Baunataler der Sprung auf einen Aufstiegsplatz winkt. „Das wird die Jungs sicher zusätzlich gegen uns motivieren“, sagt Horstmann.

Der Eintracht-Coach hat bis auf die Langzeit-Ausfälle Botzenhardt und Struif alle Mann an Bord. Hendrik Pollex ist wieder dabei, auch Christoph Koch kann um 13.30 Uhr die weite Reise antreten. Der Abwehrstratege hat zwar seine Urlaubstage schon aufgebraucht, erfährt aber Entgegenkommen von Sponsor VW.

„Das ist super“, freut sich Horstmann, „denn wir brauchen in diesen harten Wochen jeden Mann.“ Um die Last auf viele Schultern zu verteilen, aber auch für taktische Maßnahmen. So wäre es nach dem deprimierenden Samstagspiel keine Überraschung, wenn Horstmann personelle Konsequenzen bei der Startformation zieht. „Vielleicht“, so hofft der Trainer, „zeigen die Jungs ja eine Trotzreaktion.“

Am Sonntag dann steht für die Eintracht um 17 Uhr schon die nächste schwere Aufgabe an. Mit dem ThSV Eisenach gastiert ein prominenter Nachbar in der Rundsporthalle. Der ist sportlich auch ein harter Brocken, wird aber mit zahlreichen Fans anreisen und so immerhin den Großenrittern einen Zahltag bescheren.

Von Gerald Schaumburg

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