2. Liga: 8:25-Lauf sorgt für Fassungslosigkeit

17:36 – Kirchhof wird matt gesetzt

Ansage: Christian Caillat haderte mit seinem Team. Foto: Kasiewicz

Herrenberg. Nein, auch eine Nacht nach der 17:36 (10:17)-Schlappe bei der SG H2Ku Herrenberg und damit der höchsten Niederlage unter seiner Regie war der Ärger von Christian Caillat noch nicht verraucht.

„Im Leistungssport darf man sich nicht so früh aufgeben. Das war ein katastrophaler Auftritt, nach dem sich jeder hinterfragen muss“, sagte der Coach von Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof.

Und wollte nicht als Entschuldigung geltend machen, dass der kleine Kader vor der Abfahrt nach Baden-Württemberg weiter geschrumpft worden war . Denn Rückraumspielerin Izabella Nagy hat sich bis Mittwoch erkrankt abgemeldet. Auch Kapitänin Christin Kühlborn war erkältet, stellte sich aber nach ihrer Einwechslung in den Dienst der Mannschaft. Torfrau Karina Morf, die am vergangenen Montag im Training umgeknickt war, wirkte ebenso nicht fit.

Nur zwei Akteurinnen zeigten nach Aussage von Christian Caillat etwas Leistung: Sharelle Maarse und Marieke Blase. Über 1:2 (3.), 3:4 (6.) und 9:11 (18.) sah es im ersten Drittel der Partie vom Ergebnis nicht schlecht aus, weil die Gäste konsequent verteidigten und ihre Angriffe diszipliniert abschlossen.

Ein Schachzug von Herrenbergs Trainer Hagen Gunzenhauser reichte dann aus, um die Grün-Weißen matt zu setzen. Er ließ Blase offensiv decken. „Dann war bei uns Feierabend“, fasste dessen Pendant Caillat den folgenden 8:25 (!)-Lauf in 42 Minuten zusammen. Monika Kornet (10/7), Sulamith Klein (7) und Freya Stonawski (6) hatten aus Sicht des bisherigen Tabellenachten die meiste Freude daran.

„Spielzüge aus der Handball-Feinschmecker-Küche und Torwürfe zum verlieben ... das sind unsere SG H2Kuties“, freute sich ein Fan der Baden-Württembergerinnen auf Facebook über den höchsten Sieg der Zweitliga-Geschichte. Der sich wiederum durch einen erschreckend harmlosen Gegner relativiert, der nun schon neun Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist und die Hinrunde sicher als Letzter beenden wird. • SG 09: Küllmer (10.-30 und ab 43.), Morf (bis 10. und 30. -43.) - Priolli 1, Nolte 2, Kühlborn 3, Wäscher 1/1, Maarse 4, Berz, Blase 3, Ulrich, Mai 3/1. Siebenmeter: 8/7:3/2. Zeitstrafen: 8:8 Minuten. SR: O. Frankholz/P. Frankholz. Z: 500.

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