Aktuell nur acht Feldspielerinnen

Bei der SG 09 Kirchhof darf nach Ausfällen nichts mehr passieren

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Ein halbes Dutzend Neuzugänge: Kirchhofs Trainer Christian Denk freut sich auf die Zusammenarbeit mit (von links) Sina Ritter, Mariel Beugels, Jana Schaffrick, Nela Zuzic, Greta Kavaliauskaite und Anouk van de Wiel. 

Neu, neuer – SG 09 Kirchhof. Der Traditionsverein aus dem Melsunger Stadtteil erfindet sich einmal mehr neu. Teilweise mehr, als es im Lager des Handball-Zweitligisten geplant war.

Neues Personal

Sina Ritter, Mariel Beugels (beide HSG Bad Wildungen), Jana Schaffrick (Werder Bremen), Nela Zuzic (Sambre Avesnois, 2. Liga Frankreich), Greta Kavaliauskaite (Vestmannaeyer, 1. Liga Island) und Anouk van de Wiel (Molde HK, Norwegen) wurden verpflichtet, um das Team in Spitze und Breite zu verstärken. Immerhin gilt es, die Abgänge von Danique Boonkamp (SV Halle-Neustadt), Dionne Visser, Christin Kühlborn (beide HSG Bensheim), Katarzyna Demianczuk (Mainz 05), Kim Mai (pausiert) und Leona Svirakova (Füchse Berlin) zu kompensieren. Auch um das Team hat sich einiges getan. Neu sind Athletiktrainer Ralf Wiederhold, die Betreuer Marco Rudolph und Silke Hruschka, die einst Fußball für den TSV Obermelsungen spielte, und Mannschaftsärztin Dr. Lotta Jacob.

Neue Hierarchie

Mit der zweifachen Torschützenkönigin Diana Sabljak und Neuzugang Ritter bestimmte Coach Christian Denk zwei neue, gleichberechtigte Kapitäninnen. Doch nicht nur diese beiden gehen voran. Auch etwa Iva van der Linden oder Alena Breiding ergreifen in der Kabine häufiger das Wort. Merklich gutgetan hat der Personalwechsel auch Michelle Urbicht und Sandra Szary. Ärgerlich daher, dass die Rückraumspielerinnen nun ausfallen.

Neue Taktik

Spielerisch hat Kirchhof die Vorbereitung gemeistert. Mit zwei Turnieren und acht Tests so viel gespielt in der Vorbereitungsphase wie nie. „Wir brauchten das, um uns als Mannschaft zu finden“, betont Coach Denk. Nur vier freie Tage in sieben Wochen gönnte er seinen Spielerinnen. Mit dem taktischen Ziel, nicht mehr so explosiv, sondern kontrollierter anzugreifen und kräfteschonender Druck auszuüben. Auch in der Deckung ist Abwarten angesagt. Denk lässt nicht mehr so offensiv verteidigen.

Neuer Stamm

„Der Spirit ist vergleichbar mit dem beim Aufstieg vor zwei Jahren. Alles läuft noch harmonischer als zuletzt“, lobt der 35-Jährige. Luxusprobleme plagen Denk indes allein im Tor. Hier hat Neuzugang Zuzic dank ihrer Präsenz und Gelassenheit die Nase leicht vorn vor Frederikke Siggaard und Paula Küllmer.

Da Neuzugang van de Wiel (Aufbautraining) wohl erst im Oktober fit für die 2. Liga ist, Spielmacherin Urbicht (Schulter-Operation) und Rechtsaußen Karolina Bijan (Schwangerschaft) frühestens im Frühling 2020 Optionen sind und auch Szary (Bänderriss) wochenlang fehlt, stehen bis auf Weiteres nur acht Feldspielerinnen zur Verfügung. Dabei ist die treffsichere Ritter auf Linksaußen erste Wahl, Beugels auf der Mitte. Rechtsaußen duellieren sich van der Linden und Andra Lucas auf Augenhöhe. Am Kreis ist Jana Schaffrick gesetzt. Ebenso wie Kapitänin Sabljak auf einer der beiden Halben im Rückraum. Halbrechts drängt sich Kavaliauskaite ebenso auf wie Breiding auf Halblinks.

Neue Demut

Mit Blick auf die vier schmerzhaften Ausfälle erübrigen sich Träume von der 1. Liga nach zuletzt zweimal dem fünften Rang. „Natürlich wollen wir wieder oben mitmischen und die Zuschauer begeistern. Die Situation ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, weil personell einfach nichts mehr passieren darf“, betont Christian Denk vor den ersten Pflichtspielen im DHB-Pokal (So. 15.30 Uhr gegen TVB Wuppertal) und in der Liga (7. September, 18 Uhr, gegen Neuling HSG Freiburg).

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