Auch Dionne Visser treffsicher

Diana Sabljak macht den Unterschied gegen Gedern/Nidda

+
Da war was los: Kirchhofs Diana Sabljak (am Ball) wird hier von Gedern/Niddas Leonie Nowak (Nummer 21) und Hanna Rösner (Nummer 4) angegriffen. Rechts im Bild zu sehen ist Danique Boonkamp. 

Manchmal reicht ein Wort, das entscheidet. Ein Name, der den Unterschied ausmacht. Im Hessen-Derby der 2. Handball-Bundesliga hieß die Lösung Sabljak.

Diana Sabljak, die von den Fans einmal mehr zur Spielerin des Spiels gewählt wurde und ihrer SG 09 Kirchhof ein 29:23 (15:11) gegen die HSG Gedern/Nidda ermöglichte.

„Diana ist der Kopf des Teams. Um sie bauen wir unsere Mannschaft auf“, bekräftigte SG-Coach Christian Denk. Dessen Gegenüber Christian Breiler betonte: „Sie nimmt sich erfolgreich die Würfe, die wir uns gar nicht erst zutrauen.“ Und SG-Kreisläuferin Dionne Visser, die zweite in guter Form, stieß ins gleiche Horn: „Diana macht ihre Tore auch mal allein. Ich bin auf gute Zuspiele von Danique oder Michelle angewiesen.“

21 Treffer gelangen Sabljak und Visser gegen Gedern/Nidda. Nur die Verteilung bei SIS-Handball stimmt nicht, weil das Rückraum-Ass auf 12/6 kommt und die Kreisläuferin auf 9/3. Im Spielbericht im Internet wurden der umtriebigen Holländerin nämlich zwei Treffer geklaut und der Kroatin gutgeschrieben. Somit führt die unverwüstliche Halblinke die Torjägerliste nun wahlweise mit 124/48 oder 122/47 Treffern souverän an. Bereits Vierte ist Gedern/Niddas Senkrechtstarterin Kristin Amos (87/38), die gemeinsam mit Kreisläuferin und Abwehrchefin Leonie Nowak der Kirchhofer Deckung einige Kopfzerbrechen bereitete.

Kein Schönheitspreis für den Sieg

Deswegen war für Dionne Visser am Ende allein wichtig: „Hauptsache zwei Punkte, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten, und nach oben gucken zu dürfen statt nach unten gucken zu müssen. Von mir aus können wir gern immer so hässlich gewinnen.“ Einen Schönheitspreis gab es diesmal nicht zu gewinnen. Kein Spektakel wie beim 44:32 gegen die DJK/MJC Trier vor vier Wochen. Auch, weil die Niederlage danach Nord Harrislee (27:28) Spuren hinterließ. Und weil die SG 09 gegen das Team aus dem Wetteraukreis viel zu verlieren hatte und die Gäste mit Blick auf das 29:48 im Test vor der Runde nur gewinnen konnten.

Dementsprechend fahrig begann der erste Vergleich beider Vereine in der 2. Liga. Erst der vierte Wurf der SG 09 saß, als Boonkamp nach einem Solo zum 1:1 erfolgreich war (4.). Sogar eine höhere Führung der HSG war möglich. Torfrau Frederikke Siggaard verhinderte dies mit drei Glanzparaden in den ersten zehn Minuten. Bis dahin hatte Kirchhof mit zwei Kreisläuferinnen angegriffen.

In der 14. Minute brachte Coach Denk mit Laura Nolte eine Rechtsaußen und mit Sandra Szary eine Linkshänderin. Später durften sich Alena Breiding und Leona Svirakova im Rückraum zeigen. Allein Breiding wusste hier zu gefallen und der Trainer übte Selbstkritik: „Die vielen Wechsel haben unserem Spiel nicht gutgetan. Wir haben es nicht geschafft, unsere Angriffe kontrolliert vorzutragen“, sagte Christian Denk. 

Dessen Löwinnen legten über 6:3 (13., Kim Mai), 11:7 (24., Visser), 15:10 (29. Szary) und 24:19 (51., Sabljak) zwar stets eine recht komfortable Führung vor, waren aber erst am Ziel, als ein Doppelschlag zum 26:21 erfolgte (56.). Die Torschützinnen? Laura Nolte und Diana Sabljak. Natürlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.