Denk-Team nach 27:25 sensationell Tabellenvierter

2. Bundesliga Frauen: SG 09 Kirchhof landet Coup in Ketsch

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Die helle Freude: Dionne Visser bot bei Kirchhofs Coup in Ketsch eine überragende Leistung am Kreis. 

Ketsch. Das ist der Wahnsinn: Die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof sind neuer Tabellenvierter der 2. Bundesliga. Im Verfolgerduell bei den Kurpfalz Bären gewann das Team von Trainer Christian Denk mit 27:25 (14:13).

„Das war mit Abstand unser geilstes Spiel. Mit Kampf, Härte und Disziplin haben wir alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, lobte Denk seine Mannschaft nach dem Coup vor 490 Zuschauern beim Ligazweiten. Darunter auch 50 Fans aus Kirchhof, die die SG 09 löwenstark unterstützte.

Torfrau Demianczuk überragt

Eine entscheidende Rolle hatte Torfrau Katarzyna Demianczuk inne. Die Polin durfte sich mal wieder über 60 Minuten beweisen und zeigte 15 blitzsaubere Paraden. Vor allem über Außen, ihrer Parade-Disziplin, ließ sie nichts anbrennen. Kirchhof leistete im Mittelblock Schwerstarbeit. Ein Sonderlob verdiente sich Kim Mai, die mit Diana Sabljak und Danique Boonkamp das Zentrum dichtmachte. Kein Durchkommen fand die starke Carmen Moser, die früh ausgewechselt wurde.

Nach einem 1:3-Rückstand (5.) übernahmen die Gäste schnell das Zepter und lagen nach einem Doppelschlag von Christin Kühlborn zum 5:4 (9.) erstmals und ab da an immer in Führung. Was bemerkenswert ist, weil der Tabellenzweite nach der jüngsten Niederlage gegen Hannover-Badenstedt ebenfalls alles riskierte und in Bestbesetzung auf einen Heimsieg aus war. Im Angriff nahmen die Bären Kirchhofs Torjäger Sabljak weitgehend aus dem Spiel. Erschwert wurde die Mission „Coup in Ketsch“ nach 20 Minuten, weil Kühlborn hart gefoult verletzt auf der Bank Platz nehmen musste und erst in der Endphase wieder wirbeln konnte.

Kapitänin kommt nach Verletzung zurück

Die Kapitänin wurde von Laura Nolte vertreten, die nicht minder leidenschaftlich ackerte, sich selbst aber keine Würfe nahm. Denk stellte weiter um, nachdem er mit zwei Kreisläuferinnen begonnen hatte. Die erste Variante mit Paulina Muchocka auf der Mitte brachte das Team taktisch nicht weiter. Besser wurde es mit der Hereinnahme von Leona Svirakova kurz vor der Pause, die auf halbrechts viel Vorarbeit leistete, die in erster Linie Dionne Visser veredelte. „Das war Dionnes beste Leistung im Kirchhof-Trikot“, adelte Denk die 21-Jährige sich mit nun 122 Treffern im Kreise der stärksten Zweitliga-Kreisläuferinnen behauptet.

Visser brachte den Mittelblock der Gastgeber in Bewegung, nutzte ihre Chancen eiskalt und holte mehrere Siebenmeter heraus, die sie und Sabljak sicher verwandelten. Über 17:13 (35.), 20:16 (47.) und 22:18 (51.) wehrten die Grün-Weißen gekonnt die wütenden Angriffe der Kurpfalz Bären ab. Die Schlüssel in der Endphase waren, dass Christin Kühlborn sich noch einmal zurück auf die Platte biss und das Überzahlspiel, weil Denk Torfrau Demianczuk am Ende zugunsten einer siebten Feldspielerin opferte. 

Jetzt kurze Pause bis 29. April

„Jetzt haben wir uns eine Pause redlich verdient“, sagt der Coach, dessen Team erst im 29. April in Hannover wieder gefordert ist.

SG 09: Siggaard, Demianczuk, Küllmer - Lucas, Boonkamp 2, Nolte, Muchocka, Kühlborn 6, Svirakova, Sabljak 7/6, Ringleb, Bijan 3, Visser 6/2, Mai 3.

SR: Kauth/Kolb. Z: 490.

Siebenmeter: 5/2:7/6. Zeitstrafen: 12:4 Minuten. 

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