Fazit der abgelaufenen Saison

Kirchhof bester Aufsteiger seit Einführung der eingleisigen 2. Handball-Bundesliga

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Es ging zur Sache: Herrenbergs Aylin Bok (links) Herrenberg bremst hier im Duell der Überraschungsteams Kirchhofs Kapitänin Christin Kühlborn unsanft. 

Kirchhof. In der abgelaufenen Saison der 2. Handball-Bundesliga sorgten vor allem zwei der drei Aufsteiger für Furore.

Als Drei-Klassen-Gesellschaft kam die 2. Bundesliga daher. Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten enteilten der Konkurrenz ebenso schnell wie Schlusslicht HCD Gröbenzell vorzeitig (als einziges Team sportlich) abgestiegen war. Zudem verlassen der Tabellenzweite SV Union Halle-Neustadt (als einziger Aufsteiger nach dem Verzicht von Rosengarten) und die HSG Hannover-Badenstedt (freiwillig in die 3. Liga) die Klasse. Mit Absteiger HC Rödertal und den Neulingen HSG Gedern/Nidda, TSV Nord Harrislee und TuS Lintfort sind dann auch wieder 16 Teams am Start. Das fiel in der abgelaufenen Saison auf.

Acht Trainerwechsel

Florian Marotzke ist das jüngste Beispiel, weil er jetzt beim SV Werder Bremen gehen muss. Das ist der achte von 15 Vereinen mit einer Änderung auf der Kommandobrücke. Beim BSV Sachsen Zwickau löst Rüdiger Bones Interimstrainerin Corina Cupcea ab. Selbst bei Meister Rosengarten folgte Tine Lindemann im Saisonverlauf auf Maximilian Busch.

Auch Vize-Meister SV Union Halle-Neustadt (Bianka Eckardt für Jörgen Gluver), Neuling FSG Waiblingen-Korb (Interimstrainer Rainer Bay für Jürgen Krause und Kerstin Zimmermann), die kriselnde HSG Hannover-Badenstedt (Jan Friedrich für Roland Friebe), SG H2Ku Herrenberg (künftig Mike Leibssle nach Interimslösung Hagen Gunzenhauser für Ogujiuba Nwagbara) und einmal mehr DJK/MJC Trier (Ralf Martin für Andy Palm) hatten Handlungsbedarf. Kirchhofs Trainer Christian Denk ist also ein Exot, weil er weitermachen durfte und darf.

Bärenstarke Aufsteiger

1985 wurde die 2. Bundesliga eingeführt – mit zwei Staffeln. Von 1992 bis 1994 waren es sogar drei. Eingleisig ist das Unterhaus erst seit 2011. Der beste Aufsteiger seitdem? Die SG 09 Kirchhof mit 31:25 Punkten und 851:820-Toren. Auch die Mit-Aufsteiger FSG Waiblingen-Korb (28:28/684:6849 und Füchse Berlin (27:29/736:765) marschierten ziemlich sorgenfrei durch die Serie. Nur die HCD Gröbenzell (13:43/739:838) etablierte sich nicht, weil sie regelmäßig Punkte in der Schlussphase herschenkte.

Großer Heimvorteil

123 Heimsiege, 21 Unentschieden, 66 Auswärtssiege – in der Fremde taten sich fast alle Teams schwer. Kirchhof etwa hat die letzten vier Heimspiele gewonnen, zwischenzeitlich waren es fünf von sieben. Dennoch ist das Denk-Team in dieser Statistik vor der zweitbesten Kulisse mit durchschnittlich 514 Fans in der Melsunger Stadtsporthalle lediglich Siebter mit 19:9-Zählern. Buchholz 08-Rosengarten beeindruckt mit 26:2-Punkten unter elf Mannschaften mit positiver Bilanz. In der Fremde hat neben Buchholz 08-Rosengarten (24:4) nur Union Halle-Neustadt (15:13) ein positives Punktekonto.

Tierische Maskottchen

Leo Löwenherz machte als Namen das Rennen. So heißt das SG-Maskottchen, unter dem Daniel Schmidt steckt. Löwinnen sind die Handballerinnen aus Kirchhof seit dieser Serie und in bester Gesellschaft. Denn die Vermarktung im Damen-Handball schreitet voran. Am konsequentesten ist Ketsch mit Juniorbären, Höhlenort und Wurftatze – da wird Hochleistungssport zum tierischen Vergnügen.

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