Trikotnummer vier hat ganz besondere Bedeutung

Alena Breiding von der SG 09 Kirchhof: "Wenn ich was mache, dann richtig"

Hinein ins Vergnügen: Hier lässt Kirchhofs Neuzugang Alena Breiding (Nummer 4) Bayer Leverkusens Mia Zschocke beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier stehen und trifft. 
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Hinein ins Vergnügen: Hier lässt Kirchhofs Neuzugang Alena Breiding (Nummer 4) Bayer Leverkusens Mia Zschocke beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier stehen und trifft. 

Kirchhof. Als 19-Jährige gelang ihr mit dem TSV Vellmar der Aufstieg aus der Handball-Landesliga. Als 21-Jährige wechselte sie nach einem Jahr in der Oberliga zum Drittliga-Neuling HSG Plesse-Hardenberg. 

Jetzt ist Alena Breiding 22 und schindet sich, um Einsatzzeiten bei Zweitligist SG 09 Kirchhof, der am heutigen Samstag (16 Uhr, Rotenburg) gegen Liga-Rivale HSG Gedern/Nidda seine Form testet, zu bekommen. „Wenn ich was mache, dann richtig. Als das Angebot aus Kirchhof kam, habe ich nicht lange gefackelt“, erklärt die Rückraumspielerin. 

Mehr Tore als Horn und Dietrich

Die vergangene Saison bei der niedersächsischen HSG lief so: 39 Stunden pro Woche arbeitet Breiding bei der Kasseler Sparkasse. Abends fuhr sie 65 Kilometer nach Bovenden bei Göttingen ins Training, saß anfangs nur auf der Bank – um am Ende der Lichtblick zu werden und mit 73 Treffern in der Liste sogar vor den Fritzlarerinnen Melina Horn (68) und Lena Dietrich (61) zu landen.

Die Aufbauspielerin glänzte auch als sichere Siebenmeter-Schützin und verwandelte 12 von 13 Versuchen. „Alena hat einen schnellen Armzug, einen harten Wurf und ein gutes Durchsetzungsvermögen“, lobt Trainer Christian Denk. Mit der Frohnatur plant er auf Halblinks. Als Alternative zu Diana Sabljak. Auf Breidings Stammposition als Spielmacherin sollen sich Danique Boonkamp und Erstliga-Verstärkung Michelle Urbicht die Minuten teilen. „Da werde ich allein im Training viel lernen“, gibt sich die Kasselerin mit Blick auf das herausragende Rückraum-Trio demütig.

Mit Smits in der Hessenauswahl

Vom Spielstil her heißt ihr Idol indes Xenia Smits. Die gebürtige Belgierin, mit der sie einst am Sensenstein im jüngeren Jahrgang in der Hessenauswahl reifte. „Da gab es immer was auf die Mütze, wenn ich gegen sie im Mittelblock ranmusste“, gibt „Leni“ lächelnd zu. Kein Wunder, denn Smits ist fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft und räumt in Frankreich mit Metz seit 2016 stets die Meisterschaft ab.

Eine ganz große Motivation zieht Alena Breiding aus ihrer handballbegeisterten Familie. Mutter Sabine fiebert als ehemalige Spielerin mit. Vater Andre Breiding zählte bei Regionalligist Hermannia Kassel Ende der 1980er und in den 1990er-Jahren zu den besten Kreisläuferin Nordhessens. Im Januar 2017 verstarb er. Ihm zu Ehren trägt Tochter Alena in Kirchhof die Nummer vier – und ist bereit, sich wieder eine Klasse höher zu beweisen.

Zur Person 

Alena Breiding (22), geboren am 9. April 1996 in Kassel, wo sie mit ihrem Freund im Stadtteil Wehlheiden lebt. Als Handballerin reifte sie in Vellmar beim OSC (2002 bis 2010) und TSV (bis 2017), ehe sie über die HSG Plesse-Hardenberg (2017/2018) zur SG 09 Kirchhof wechselte. Die gelernte Bankkauffrau hat einen Bruder (Yannic, 25), fährt in ihrer Freizeit gern Snowboard, liebt den Strand und motiviert sich durch laute Musik von Linkin Park, aber auch Deutsch-Rap für ihren Lieblingssport. 

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