Kühlborn bleibt Kapitänin

2. Handball-Bundesliga: SG 09 Kirchhof hat neue Stimmungskanone

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Heiß auf die 2. Liga: Kirchhofs Trainer Christian Denk präsentiert die Neuzugänge (von links) Michelle Urbicht, Iva van der Linden, Sandra Szary, Alena Breiding und Elisa Führ. 

Kirchhof. Jetzt schlägt’s 13: Zwölf Saisons haben die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof in der 2. Bundesliga hinter sich.

2004 stand am Ende der Aufstieg, viermal ging es zurück in die Drittklassigkeit. Das soll Geschichte bleiben. „Wir gehören in die Bundesliga“, bekräftigt Trainer Denk. Und dabei denkt der B-Lizenz-Inhaber nicht ausschließlich an die starke Leistung seiner Mannschaft, die als bester Aufsteiger seit Einführung der eingleisigen 2. Liga Fünfter wurde. Nein, auch an das Umfeld. 

Durchschnittlich 514 Fans fieberten bei den Spielen in der Melsunger Stadtsporthalle mit. Mehr (602) hatte nur Union Halle-Neustadt zu bieten – und verabschiedete sich sogleich in die 1. Liga.

Kader ist jetzt größer

Das ist offiziell bei der SG 09 (noch) kein Thema. Vielmehr betont Christian Denk, „dass es verdammt schwer wird, den fünften Platz zu bestätigen. Je besser wir werden, desto ernster nehmen uns die Gegner“. Auch deshalb ist der Kader nun zum Saisonstart um eine Spielerin größer. Denn von den vier Abgängen Laura Nolte (Pause), Paulina Muchocka (zurück nach Polen), Hannah Grothnes und Franziska Ringleb (beide Ziel unbekannt) war Letztgenannte erst während der Runde verpflichtet worden.

Die Neuen Michelle Urbicht, Sandra Szary (beide HC Rödertal), Alena Breiding (HSG Plesse-Hardenberg) und Iva van der Linden (Virto Quintus) haben das Potenzial, das ohnehin schon starke spielerische Niveau anzuheben. Zusätzlich darf sich Eigengewächs Elisa Führ im Training als Perspektivspielerin beweisen.

Was bleibt, sind Philosophie und System. Kirchhof möchte weiterhin schnellen, attraktiven Handball mit der nötigen Aggressivität bieten. Flexibel auftreten. Mal mit einer siebten Feldspielerin angreifen, mal mit zwei Kreisläuferinnen, mal mehr, mal weniger Eins-gegen-Eins-Momente suchen.

Woran Christian Denk aber arbeitet, sind die Rollen der Spielerinnen. „Wir müssen individuell noch variabler werden. Mir ist es wichtig, dass bei uns Persönlichkeiten reifen“, betont der Trainer, der weiterhin auf Christin Kühlborn als Kapitänin baut. Decken könnte die 24-Jährige fortan vermehrt auch im Mittelblock. Auf den „Halben“ erhöhen alternativ zu Kühlborn und Kim Mai nun Dionne Visser und erstmals auch die immer stärker werdende Leona Svirakova die Möglichkeiten.

Demianczuk zahlt zurück

Gesetzt dahinter ist mehr denn je Katarzyna Demianczuk. „Kasia zahlt das Vertrauen zurück, dass wir in sie gesetzt haben. Sie ist jetzt viel präsenter und selbstbewusster“, lobt der Coach die polnische Torfrau, die weiter mit der Dänin Frederikke Siggaard und Eigengewächs Paula Küllmer ein funktionierendes Trio bilden soll. Auch eine der Neuen hat ihre Rolle bereits gefunden. Alena Breiding schickt sich an, die menschliche Lücke von Laura Nolte zu füllen. „Das ist eine Stimmungskanone, die immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Alena ist eine Bomben-Drittligaspielerin, die noch viel mehr kann“, sagt Denk. Somit schickt sich Breiding an, ihren Teil dazu beizutragen, dass die 13. Saison in der 2. Liga ähnlich erfolgreich wird wie die zwölfte.

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