2. Liga

Kirchhof setzt auf Tempo beim Tabellenvorletzten

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Leona Svirakova

Kirchhof - Kirchhofs Trainer Christian Denk warnt seine Schützlinge davor, den Tabellenvorletzten der 2. Handball-Bundesliga zu unterschätzen.  Trier kämpft um seine letzte Chance auf den Klassenerhalt, währen die SG 09 noch Kura auf den fünften Platz nehmen will. 

Es gab am vergangenen Wochenende neben dem eigenen überzeugenden Sieg gegen Herrenberg noch ein zweites Ergebnis, über das sich Kirchhofs Trainer Denk besonders gefreut haben dürfte. Über den Trierer 28:27-Erfolg gegen Rödertal nämlich. Zum einen konnte dadurch der heimische Handball-Zweitligist den Bundesliga-Absteiger in der Tabelle überholen, zum andern dürfte das Ende der Leidenszeit des Ex-Meisters - elf Spiele ohne Sieg - seinen Schützlingen als „warnendes Beispiel“ dienen, den Tabellenvorletzten auf keinem Fall zu unterschätzen. Denn dort will die SG ihren aktuellen Lauf (Sa. 18 Uhr) unbedingt fortsetzen.

„Ein schwieriges Spiel“, sagt Dionne Visser. Aber auch: „Unser Anspruch muss es sein, dort zu gewinnen.“ Wie das geht, hat das Hinspiel offenbart: mit viel, viel Tempo. Beim höchsten Saisonsieg (44:32) erzielte die Kreisläuferin sieben Treffer, die meisten (5) aus einer unwiderstehlichen ersten und zweiten Welle heraus.

Svirakova unverzichtbar

Die anzuschieben obliegt der eigenen Deckung. Und da die 5:1-Variante zuletzt so gut klappte, könnte Leona Svirakova erneut in den Genuss ihrer neuen Rolle als „Indianerin“ kommen. „Das liegt mir“, sagt die Rückraumspielerin, die darüber hinaus von Christian Denk nach Bijans Ausscheiden auch als Rechtsaußen entdeckt wurde. Und damit, sehr zur Freude der Linkshänderin, mittlerweile „unverzichtbar“ (Denk) ist.

In Trier soll sie als wendige Vorhut das erfahrene Rückraumduo Szabo/Houben frühzeitig am erfolgreichen Abschluss hindern. Am Kreis erwartet Abwehrchefin Diana Sabljak mit Dauerbrenner Andrea Czanik (41 Jahre) eine Mammutaufgabe. „Dieses Dreieck müssen wir ausschalten“, weiß Christian Denk. Aber auch, „dass Trier um seine vielleicht letzte Chance kämpfen wird.“

Zumal der überraschende Coup gegen Rödertal laut Jürgen Brech „wie eine Befreiung“ gewirkt habe „und hoffentlich noch mal Kräfte freisetzt“. Also haben die Vereschako-Schützlinge trotz eines Fünf-Punkte-Rückstandes auf das rettende Ufer keineswegs resigniert. Allerdings müssten, so die Rechnung des Geschäftsführers, aus den letzten fünf Spielen schon vier Siege her, um Bremen noch abzufangen. Eine (eher unmögliche) Mission, die wohl nur im Falle eines Sieges gegen Kirchhof Aussicht auf Erfolg hat. 

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