2. Bundesliga: Visser und Ringleb als Lichtblicke

34:39 – Kirchhof verteidigt schwach gegen FSG Mainz 05/Budenheim

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Franziska Ringleb

Mainz. Die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof haben als erstes Team die 200-Tore-Marke in der 2. Bundesliga geknackt. Allerdings sowohl auf der Habenseite (201) als auch gegen sich (214).

Folgerichtig fasste Trainer Christian Denk das 34:39 (17:19) bei der FSG Mainz05/Budenheim zusammen: „Angriff hui, Abwehr pfui“. Vor 210 Zuschauern in Mainz waren beide Defensivreihen selten auf der Höhe. Weder FSG-Torhüterin Kristin Schäfer noch die drei Kirchhöferinnen Katarzyna Demianczuk, Frederikke Siggaard und in den Schlussminuten Paula Küllmer sollten ein Faktor werden. Vielmehr operierten beide Teams mit offenem Visier. Die ersten Akzente setzte die Ex-Bad Wildungerin Simona Cipaian, die Mainz mit drei Treffern über 2:1 (4.) bis zum ersten Timeout der Gäste auf 10:6 führte (13.). Cipaian hatte mit Andrea Bonk und Katrin Feldmann im Rückraum begonnen. Nach einer Viertelstunde wechselte Coach Thomas Zeitz komplett durch.

„Die Flexibilität von Mainz war ihr Vorteil. Soweit sind wir leider noch nicht“, sagte Denk. Immerhin schaffte es sein Team, die Partie lange gestärkt durch zuvor 3:1-Punkten offenzuhalten. In der Anfangsphase traf Rechtsaußen Karolina Bijan souverän, konstant über 60 Minuten bewies Dionne Visser aufsteigende Form und erzielte zum ersten Mal in ihrer Karriere ein Dutzend Tore in der 2. Bundesliga. „Dionne ist voll da“, sagte Denk und freute sich über weitere Lichtblicke.

Etwa über Franziska Ringleb, die in der ersten Halbzeit mit Kim Mai Angriff und Abwehr abwechselte und nach der Pause durchspielte. „Die Mädels haben mich gut in Position gebracht. Die Tore tun mir gut“, freute sich der wurfstarke Neuzugang nach sechs Toren und erster Bewährung in der Deckung. Kirchhof zog das Spiel geschickt in die Breite und suchte klug den Abschluss durch Visser, Ringleb und Diana Sabljak. Über 13:14 (23., Visser) und 16:16 (27., Visser) hielt die SG 09 die Partie bis zum 21:21 offen (36., Sabljak).

„Dann haben wir beim Tempogegenstoß unnötig den Ball verloren. Mir war klar, dass wir nicht 60 Minuten alles treffen können“, sagte Denk. Mainz kann das hingegen. In einer Auszeit beim Stand von 26:26 (44.) gab Zeitz die nötigen Impulse. Kirchhof leistete sich zu viele (strittige) Zeitstrafen. Mit der Folge, dass Danique Boonkamp nach ihrer dritten Zwei-Minuten-Strafe disqualifiziert wurde (47.).

Damit war der diesmal schwache Mittelblock Sabljak/Boonkamp gesprengt. Die SG 09 stellte auf eine 5:1-Deckung mit Leona Svirakova an der Spitze um. Ohne Erfolg. Mainz zog davon und brachte dem Aufsteiger seine höchste Saisonniederlage bei. Jetzt haben die Grün-Weißen ein spielfreies Wochenende vor sich. Zeit, um an der Deckung zu arbeiten und am 11. November gegen die TG Nürtingen den zweiten Sieg anzupeilen. • SG 09: Demianczuk (bis 25.), Siggaard (25. bis 50.), Küllmer (ab 50.) - Grothnes 3, Lucas, Boonkamp 1, Nolte, Muchocka 1, Ringleb 6, Svirakova, Sabljak 5/1, Bijan 6, Visser 12/3, Mai. SR: Kauth/Kolb. Z: 210. Siebenmeter: 7/6:6/4 Zeitstrafen: 6:14 Minuten. 

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