2. Bundesliga: Kirchhof mit Personalsorgen

Personalsorgen stellen SG vor schwierige Aufgabe

Karina

Kirchhof. SG 09 Kirchhof trifft auf den Tabellendritten SG H2Ku Herrenberg, Trainer Denk wegen vielen Ausfällen nicht sehr optimistisch

Nein, so richtig optimistisch ist Christian Denk vor dem letzten Heimspiel in der 2. Handball-Bundesliga nicht. „Das wird ganz, ganz schwer“, sagt der Trainer der SG 09 Kirchhof in Erwartung eines „bärenstarken Gegners“ (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen). Gemeint ist die SG H2Ku Herrenberg, die in ihrem zweiten Jahr im Unterhaus für richtig Furore sorgte.

Besonders von der Konkurrenz gefürchtet: die überragende Abwehr des Tabellendritten. Mit einem Mittelblock, der einer undurchlässigen Mauer gleichkommt. Dafür sorgt in erster Linie Abwehrchefin Katrin Schröder. Die ehemalige Nationalspielerin, die 2013 von Erstligisten Thüringer HC kam und sich mittlerweile mit der ebenfalls physisch sehr präsenten Sulamith Klein im Defensivzentrum fast blind versteht. Hinzu gesellt sich mit Monika Linde eine hervorragende Torfrau und ein reibungslos funktionierendes Umschaltspiel. Im Angriff verfügen die Baden-Würtembergerinnen mit der 16-jährigen Junioren-Nationalspielerin Lea Brandner über ein „Talent der Extraklasse“ (Denk) auf Linksaußen.

All‘ diese Trümpfe bekam die SG bei der 17:36-Hinspielpleite, dem letzten Spiel von Trainer Christian Caillat, schmerzlich zu spüren. Allerdings geht Herrenbergs Sportlicher Leiter Ingo Janoch davon aus, „dass wir diesmal auf eine ganz andere Kirchhofer Mannschaft treffen werden, die sich enorm gesteigert hat“. Genau das gilt es laut dem SG-Coach zu demonstrieren: „Wir wollen zeigen, dass wir trotz des Abstiegs auf einem guten Weg sind.“

Dabei plagen ihn allerdings Personalsorgen. Der Einsatz von Rafhaela Priolli (krank gemeldet) ist fraglich, auf Kitty Puskar muss er ganz verzichten. Auch für die nächste Saison, denn die Ungarin hat die SG aus privaten Gründen ziemlich plötzlich wieder verlassen. Karina Morf will bei ihrem letzten Heimspiel für Kirchhof trotz Leistenzerrung unbedingt auflaufen. Weiterhin werden Marieke Blase und Izabella Nagy verabschiedet. Da der letzte Eindruck der nachhaltigste ist, sind die drei natürlich besonders motiviert. Was auch für Lisa-Marie Berz und Sharelle Maarse gilt, die wie in Mainz wieder mehr Spielanteile bekommen sollen. Ein klares Indiz dafür, dass Christian Denk in der kommenden Saison voll auf die beiden baut. Foto: Kasi/nh

Von Ralf Ohm

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