2. Bundesliga

Der Abstieg droht: SG 09 Kirchhof muss im Hessenderby siegen

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Durchsetzungsvermögen ist gefragt: Kim Mai (am Ball) und die SG 09 Kirchhof sind im Fernduell mit Andrea Czanik (Nr. 11) und Trier vor dem Hessenderby am Samstag klar im Nachteil.

Kirchhof. Es sieht nicht gut aus für die SG 09 Kirchhof: Wenn die Grün-Weißen am Samstag (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) im Hessenderby gegen die HSG Bensheim Auerbach verlieren sollte und zuvor (15 Uhr) der DJK/MJC Trier gegen Union Halle-Neustadt gewinnen würde, wäre der Abstieg sportlich aus der 2. Handball-Bundesliga nicht mehr zu verhindern.

„Wir wollen das Rennen so lange wie möglich offen halten. Es ist halt bitter für uns, dass der Gegner ausgerechnet Trier heißt“, sagt SG-Coach Christian Denk mit Blick auf den Kontrahenten, der 2015 aus der 1. Liga abgestiegen war und nach einer katastrophalen Hinrunde zuletzt fünf von sechs Spielen (u.a. dank Winter-Neuzugang Zivile Jurgutyte) gewann. Ähnliches kann Kirchhof in den Heimspielen bieten. Hier holten die Grün-Weißen 2016 von möglichen zwölf immerhin acht Punkte. „Wir waren aber jedes Mal besser“, meint Denk, der im vorletzten Heimspiel ein Rätsel lösen muss.

Denn in der Melsunger Stadtsporthalle kassierte die SG 2016 durchschnittlich 27 Gegentreffer, auswärts sind’s deren 35,83. Zuletzt setzte es in Beyeröhde (23:41) und Halle-Neustadt (32:40) zweimal über 40 Tore. „Die Mannschaft hat sich damit selbstkritisch auseinander gesetzt und ich nehme das auch auf meine Kappe, weil ich mit meinen Ein- und Auswechslungen nicht zufrieden war“, erklärt der SG-Coach. Und ist froh, dass Marieke Blase voll im Training ist und im Mittelblock mit Raphaela Priolli zupacken soll.

Anders sieht das im Angriff aus, wo die SG 09 stabiler wirkt. Das ist auch ein Verdienst von Kim Mai. Denn die 19-Jährige wandelt auf den Spuren von Cristina Mihai. Mit einer Quote von 84,62 Prozent war das im vergangenen Jahr die Siebenmeterspezialistin schlechthin. Das Eigengewächs kommt aktuell bei 35 Treffern aus 45 Versuchen auf eine Quote von 77,77 - und liegt intern somit sogar vor Izabella Nagy (77,14). In Halle-Neustadt verwertete Mai alle ihre fünf Strafwürfe.

Während Kirchhof hier für die Zukunft eine Konstante aufgebaut hat, gibt’s in der Gegenwart noch ein paar Unbekannte. Womit nicht nur die Ungewissheit bei der Liga gemeint ist, sondern auch die Vorbereitung auf Bensheim Auerbach. „Das ist schwierig, weil die viel rotieren und immer wieder Ausfälle zu beklagen haben. Sie sind zudem variabel im Positionsangriff“, sagt Christian Denk, für den die HSG ein Vorbild ist. Das liegt hauptsächlich an einer glänzenden Jugendarbeit. Aushängeschild ist die A-Jugend, die in der Bundesliga zu den besten vier Teams zählt.

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