2. Liga: Kirchhof verliert 24:25 gegen Herrenberg

Auf Augenhöhe mit Favoriten

Die Kirchhofer Abgänge: Neben (v.l.) Izabella Nagy, Karina Morf und Marieke Blase (wir berichteten) wird wohl auch Rafhaela Priolli (ganz links) aus rein privaten Gründen die SG 09 zum Saisonende verlassen. Da die Linkshänderin noch einen Vertrag bis 2018 hat, bedarf es dazu allerdings noch einer Einigung mit ihrem zukünftigen Club in der Region Hamburg. Foto: Ohm

Melsungen. Anstatt des erhofften Achtungserfolg gegen die SG H2Ku Herrenberg wurde doch es die 22. Saisonniederlage des SG 09 Kirchheim.

Eine Niederlage, die Christian Denk wie ein „Spiegelbild der Rückrunde“ anmutete, erfuhren die Absteiger SG 09 Kirchhof gegen die SG H2Ku Herrenberg. „Wir können mittlerweile in der 2. Handball-Bundesliga mithalten, doch am Ende fehlen uns in engen Spielen häufig Kleinigkeiten, um die Punkte nach Hause zu bringen“, sagte der Trainer von Absteiger SG 09 Kirchhof nach dem 24:25 (11:10) gegen die SG H2Ku Herrenberg.

Die „Kleinigkeiten“ wurden in der dramatischen Schlussphase offensichtlich: Da gelang es dem SG-Coach mit einer Umstellung auf eine offensive Deckung inklusive enger Bewachung der überragenden Sulamith Klein den Angriffsmotor des Tabellendritten ins Stottern zu bringen, doch die Ballgewinne brachten keinen Ertrag. „Uns fehlte die Abgeklärtheit im Angriff“, gestand die sechsfache Torschützin Izabella Nagy, die selbst die letzte Chance zum Ausgleich vergab, als die Ungarin 20 Sekunden vor Schluss an Torfrau Staudenmaier scheiterte. Dazu passte, dass die Kirchhoferinnen nur drei ihrer acht Siebenmeter verwandeln konnten.

Ein klares Indiz für ein Duell auf Augenhöhe. Dazu mussten sich die Gastgeberinnen indes erstmal auf Herrenbergs „Überfälle“ einstellen. Sie taten das mit den Mitteln des Gegners: die Aktivierung der eigenen ersten und zweiten Welle per schnellerem Umschalten und ein effektiveres Rückzugsverhalten. Insbesondere die wieselflinke Lisa-Marie Berz war bei den Tempogegenstößen in ihrem Element.

Mit zunehmender Spieldauer spielte sich auch Marieke Blase frei, suchte die Nahtstellen der gegnerischen Deckung oder traf aus der zweiten Reihe. „Natürlich wollte ich mich nochmal voll reinhängen, um zu zeigen, wie wichtig mir der Verein ist“, sagte die kommende Bad Wildungerin bei ihrem Abschied vom Kirchhofer Publikum.

Eine Einstellung, die sich auf das gesamte Team übertrug. Umso trauriger, dass der Lohn für diesen hinreißenden Kampf (mal wieder) ausblieb. Wegen der „Kleinigkeiten“. • Kirchhof: Küllmer (8 Paraden/20 Gegentore), Morf (ab 47., 4/5); S. Kühlborn, Lucas, Grothnes, Nagy 6/1, Bänfer, Chr. Kühlborn 3, Wäscher, Maarse 2, Berz 3, Blase 10/3, Ulrich, Mai. Herrenberg: Lide (7/11), Staudenmaier (ab 31., 9/13); Berger, Frey, Klein 9, Schröder 2, S. Neubrander 3, Foth 2, Kornet 3/2, L. Neubrander 2, Gebhard, Stonawski 3, Beddies 1. SR: Kruksa/Lange. Z.: 250. Siebenmeter: 8/3: 2/2. Zeitstrafen: 12:4-Minuten.

Von Ralf Ohm

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