Kirchhof-Gegner: Werder Bremen muss Börsen-Ausfall bei der SG 09 kompensieren

Mit ausgezeichneter Jugend

Florian

Kirchhof/Bremen. Der SV Werder Bremen hat erstmals das Jugendzertifikat des Liga-Verbands HBF für ausgezeichnete Jugendarbeit erhalten. Der Nachwuchs steht also im Fokus bei den Norddeutschen, die heute (19.30 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) in der 2. Handball-Bundesliga zu Gast bei der formstarken SG 09 Kirchhof sind.

DER TRAINER

Florian Marotzke wurde in Lehrte bei Hannover geboren und arbeitet am liebsten mit Talenten. Bis 2014 war der A-Lizenz-Inhaber im Jugend-Bereich der Recken aus Hannover aktiv und trainierte dort auch die 2. und 3. Herren. Bei Eintracht Hildesheim war er anschließend Jugend-Koordinator. Nach zwei Saisons bei Frauen-Zweitligist HSG Hannover-Badenstedt ist der 36-Jährige, der selbst bis zur vierten Liga spielte, erfolgreich in Bremen tätig.

DER KADER

Im dritten Jahr 2. Liga wurde das Personal vor der Saison stark verjüngt – und das sogar mit ausschließlich deutschen Spielerinnen. Mit Isabelle Dölle darunter eines der größten Versprechen auf halbrechts. Mit Torhüterin Meike Anschütz, Kapitänin Birthe Barger, Co-Spielführerin Nele Osterthun und Rabea Neßlage haben lediglich vier Stammkräfte schon ihren 25. Geburtstag gefeiert. Sechs Talente sind Jahrgang 1999 oder jünger.

DAS SAISONZIEL

Nachdem zweimal bis zum Schluss unter Coach Patrice Giron, der nun Koordinator Leistungssport und Mitglied des Vorstands der Abteilung Handball in Bremen ist, um den Klassenerhalt gezittert wurde, betont Florian Marotzke: „Unser Anspruch ist es, nicht mehr gegen den Abstieg spielen zu müssen.“ Mit dem sechsten Platz nach der Hinrunde liegt Werder voll im Soll – und hält sogar Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen, auch wenn das an der Weser (noch) kein Thema ist. DIE AUFSTELLUNG

Torhüterin Anschütz, Rechtsaußen Barger, die große Kreisläuferin Osterthun und Spielmacherin Neßlage bilden eine eingespielte Achse. Lena Thomas gibt der Abwehr im Mittelblock mit Osterthun Halt. Mit 56 Treffern gehört Alina Otto, die 2012/2013 in Bad Wildungen reifte, zu den stärksten Linksaußen. Noch gefährlicher sind die wurfstarken Rückraumspielerinnen Merle Heidergott (92, links) und Isabelle Dölle (81/4).

DIE FORM

17 Treffer gelangen Jennifer Börsen bei den jüngsten beiden Heimsiegen gegen die TG Nürtingen (25:21) und Kurpfalz Bären (33:23). Nun muss sie acht Wochen passen, weil sich das Eigengewächs im Testspiel gegen die Polizei-Nationalmannschaft einen Mittelhandbruch zugezogen hat. Zudem wird Lotta Heinrich (Kreuzbandriss) schmerzlich vermisst, die im Hinspiel beim 32:29 gegen Kirchhof noch vier Treffer gelandet hatte. Auffällig ist, dass der Tabellensechste nur drei seiner 15 Punkte in der Fremde gesammelt hat. (sbs) Foto: privat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.