2. Liga: Kirchhof mit Izabella Nagy gegen Nellingen – Wiedergutmachung angesagt

Bangen um Marieke Blase

Gegen Nellingen wieder gemeinsam auf dem Feld? Die noch angeschlagene Marieke Blase (l.) und Kirchhofs Christin Kühlborn. Foto: Hahn

Kirchhof. Wenn eine Mannschaft auswärts 33 Tore wirft, hat sie gemeinhin eine richtig gute Siegchance. Die SG 09 Kirchhof hatte keine. Weil der Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga beim TV Nellingen 47 Treffer kassierte. „Wir haben uns überlaufen lassen“, erinnert sich Rückraumspielerin Blase. Und kündigt für das Rückspiel (Sa. bereits um 17 Uhr) Wiedergutmachung an: „Wir wollen zeigen, dass wir viel besser spielen können als bei der Hinspielniederlage.“

Ein zusätzlicher und für Christian Denk durchaus willkommener Motivationsfaktor gegen einen Gegner, der sich mittlerweile zu einem echten Aufstiegsaspiranten gemausert hat. „Wir brauchen ein optimales Spiel, um gegen diese starke Mannschaft bestehen zu können“, sagt der SG-Coach. Und warnt speziell vor einem variablen Rückraum mit der Strategin Carolin Tuc, die als Spielmacherin und Vollstreckerin zugleich glänzt und damit „unheimlich schwer auszuschalten ist“.

Weitere Nellinger Trümpfe, die besonders im Hinspiel stachen: die schnelle Mitte und die zweite Welle. „Das müssen wir ganz früh unterbinden“, fordert Kirchhofs Coach ein entsprechendes Rückzugsverhalten seiner Mannschaft. Angesichts einer solch‘ großen Herausforderung für den abstiegsgefährdeten Neuling wäre es natürlich hilfreich, wenn Marieke Blase in die Mannschaft zurückkehren könnte. Für die Thüringerin, die in der nächsten Saison für den Erstligisten HSG Bad Wildungen auf Torejagd geht, ist ein Einsatz nach dreiwöchiger Verletzungspause „eher ungewiss“, aber auch nicht ausgeschlossen.

Wieder mit dabei: Izabella Nagy, mit 122 Saisontreffern beste Kirchhofer Schützin, die bei der 12:35-Abfuhr bei Tabellenführer Neckarsulm schmerzlich vermisst wurde. Die Ungarin wird mit Christin Kühlborn und Raphaela Priolli wie beim letzten Heimsieg gegen Zwickau den Rückraum bilden.

Als „Joker“ hat Trainer Denk noch deren Landsfrau Kitty Puskár in der Hinterhand, die aber ansonsten für die nächste Saison als Spielmacherin aufgebaut werden soll. Der Neuzugang könnte unbelastet von der Hinspielpleite aufspielen, denn da war die 22-Jährige noch nicht dabei. Die anderen brennen darauf, sich nun ganz anders zu präsentieren. Ob‘s zu einer Überraschung reicht? (ohm)

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