2. Liga: Trainer Caillat setzt auf kollektive Reaktion

SG in Bensheim vor ganz hoher Hürde

Romana Grausenburger

kirchhof. Was tun, wenn eine Mannschaft nach elf Spieltagen immer noch sehnsüchtig auf den ersten Saisonerfolg wartet? „Immer weiter arbeiten, um uns noch mehr zu verbessern“, sagt Izabella Nagy, Rückraumstrategin der SG 09 Kirchhof, die in der 2. Handball-Bundesliga immer noch sieglos ist. Natürlich in der Hoffnung, dass es im zwölften Anlauf klappt, selbst wenn die Trauben beim Tabellenfünften Bensheim-Auerbach (Sa. 17.30 Uhr) sehr sehr hoch hängen.

So hoch, dass Trainer Christian Caillat statt Schwachstellen beim Gegner zu suchen den Fokus ganz auf die eigene Mannschaft legt: „Wir müssen unsere eigenen Mängel abstellen und die bestmögliche Leistung abrufen. Dann haben wir vielleicht eine Chance.“ Gemeint ist beispielsweise eine kollektive Reaktion auf etwaige Schwächephasen in einzelnen Mannschaftsteilen. Die blieb im letzten Spiel in der zweiten Hälfte gegen Halle-Neustadt aus, was nach ausgeglichener erster Halbzeit in eine 23:34-Pleite mündete. Und den SG-Coach erzürnte, „weil wir viel zu früh den Kopf in den Sand gesteckt haben.“

Schwachstellen sind beim Gastgeber schwieriger auszumachen, zumal sich dieser beim souveränen 33:27-Erfolg in Bremen regelrecht freispielte. „Da haben wir uns viel Selbstvertrauen geholt“, sagt Linkshänderin Romana Grausenburger, die von 2012 bis 2014 für die HSG Bad Wildungen in der 1. Liga auf Torejagd ging. Auch Trainer Florian Bauer hofft, „dass nun der Knoten geplatzt ist.“ Im Angriff, nachdem die bärenstarke 6:0-Deckung von Anfang an funktionierte und die Basis für die bisherigen sieben Siege war.

Dabei verfügt die Offensive des Sieben-Nationen-Teams über einen Rückraum der Extraklasse, den die litauische Nationalspielerin Ingrid Bartaseviciene, seit 2008 in Bensheim, anführt. Die 39-Jährige sorgt immer noch für reichlich Druck aus dem rechten Rückraum, während die Mazedonierin Ivana Sazdovski, die Griechin Martha Logdanidou sowie Lisa Friedberger, Pia Hildebrand und Carmen Moser flexibel einsetzbar sind. Fraglich ist noch der Einsatz von Rechtsaußen Ernstberger.

Dass sie im Kollektiv erst mit etwas Verspätung auf Touren kam, hat zu zwei höchst vermeidbaren Niederlagen geführt. „Es hätten vier Punkte mehr sein müssen“, lautet die kritische Zwischenbilanz von Rechtsaußen Grausenburger. So wurde aus dem Saisonziel Platz eins bis fünf Platz zwei bis fünf, wobei ein Sieg gegen Schlusslicht Kirchhof wohl Pflicht ist. (ohm) Foto: nh

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