SG-Gegner: TVB will sich in der 2. Liga etablieren – Rückraum-Ass Köhler fehlt lange

Beyeröhde als Team der Region

Meike

Kirchhof/Beyeröhde. Es riecht nach Augenhöhe: Nach einer Chance, dass die SG 09 Kirchhof in der 2. Handball-Bundesliga Zählbares holen kann. Denn das Team von Trainer Christian Caillat hat den TV Beyeröhde zu Gast, der 2014 in die 2. Liga zurückkehrte und sich ausschließlich aus Spielerinnen der Region rekrutiert. „Wer nur einen Punkt aus acht Spielen geholt hat, ist aber kein Favorit“, sagt Caillat vor dem Vergleich mit dem Team aus Wuppertal, das mit 7:9-Punkten Neunter ist.

DIE TRAINERIN

Seit 2011 ist Meike Neitsch bei Beyeröhde tätig. Als Linksaußen und Spielmacherin zählte sie in den 1980er und 1990 er Jahren zu den besten deutschen Handballerinnen, spielte 135 Mal für Deutschland. Neitsch wurde 1989 mit der DHB-Auswahl B-Weltmeister und 1991 mit dem TV Lützellinden Europapokalsiegerin. Zudem spielte sie in der 1. Liga für Bayer Leverkusen. Nach ihrem Karriereende coachte sie den Hasper SV fünf Jahre in der 1. Liga, war am DHB-Stützpunkt sowie in Leverkusens Nachwuchsbereich tätig und führte nun Beyeröhde vor einem Jahr zurück in die Zweitklassigkeit.

DER KADER

Beyeröhde wird ausschließlich aus Spielerinnen aus der Region geformt und ist als Team über Jahre gewachsen. Mit den Zwillingen Mandy und Sandra Münch sowie Jennifer Jörgens reiften drei davon in Leverkusen, wo sie Erstliga-Erfahrung gesammelt haben. Ansonsten sieht sich der TVB als Ausbildungsverein, der jungen Talenten aus Oberliga und 3. Liga eine Chance gibt. Wie etwa Annalena Pelz, der auf Rechtsaußen der Durchbruch gelungen ist. Allerdings: „Marieke Köhler fehlt uns an allen Ecken und Enden“, sagt Neitsch über das Rückraum-Ass, das vergangene Runde 134 Tore erzielte, bis Januar aber pausieren muss (Knorpelschaden). DAS SAISONZIEL

„Wir wollen möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Ein einstelliger Platz wäre toll“, sagt Geschäftsführer Norbert Koch, der schon dabei war, als Beyeröhde von 2002 bis 2007 in dieser Klasse spielte und in der Saison 2007/08 sogar erstklassig war.

DIE AUFSTELLUNG

Jennifer Weste und Dana Centini bilden ein Torhüter-Duo auf Augenhöhe. Variabel ist der hoch aufgeschossene Rückraum, in dem die Zwillinge Mandy (48 Treffer, Rückraum links) und Sandra Münch (42, Rückraum, Mitte) zu den besten 15 Torschützinnen der Liga zählen. Ebenso groß gewachsen ist die Halbrechte Melina Fabisch. Jennifer Jörgens spielt auf Linksaußen, die junge Pelz kommt über rechts.

DIE FORM

Die „Handballgirls“ haben am vergangenen Wochenende beim 23:23 gegen die FSG Mainz 05/Budenheim ihre schlechteste Saisonleistung gezeigt. „Mit dem aktuellen neunten Platz bin ich zufrieden, nicht mit den Punkten“, sagt Meike Neitsch, die neben einer 6:0-Abwehr gern auch 3:2:1 spielen lässt. (sbs) Foto: Archiv/nh

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