2. Liga: Handballerinnen zu Gast in Beyeröhde

Kirchhof mit Blase und Maarse gegen starken Rückraum

Endlich darf sie wieder „ran“: Kirchhofs vorbildliche Rückraumspielerin Sharelle Maarse (am Ball), die nach ihrem Fingerbruch zurück ist und sich hier im Bild gegen Bad Wildungens Laura Vasilescu durchsetzen konnte. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Die Zweitliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof haben am Sonntag ein schweres Auswärtsspiel in Beyeröhde vor der Brust. Cheftrainer Christian Denk hat zur Vorbereitung sogar ein Video von der knappen Hinspiel-Niederlage mit seinem Team aufgearbeitet.

Eigentlich schaut sich Christian Denk die Hinspiele seiner Mannschaft nicht nochmal per Video an. Schließlich war der aktuelle Chefcoach der SG 09 Kirchhof da noch Assistenztrainer, hatte sein Vorgesetzter Christian Caillat die volle Verantwortung beim Handball-Zweitligisten. Seit seiner Beförderung hat er vieles anders, einiges besser sowie vor dem Spiel beim TV Beyeröhde (So. 15 Uhr) gar eine Ausnahme gemacht. Seine Erkenntnis aus dem ersten unglücklich verlorenen, zerfahrenen Vergleich (23:25) vor heimischem Publikum: „Wir dürfen uns einfach nicht wieder so viele unnötige Fehler erlauben.“

Also die eigenen Angriffe geduldiger aufbauen, zu frühe Anspiele an den Kreis und überhastete Abschlüsse vermeiden. Dazu kann der SG-Trainer immerhin wieder auf Marieke Blase und Sharelle Maarse („Sie hat nach ihrem Fingerbruch unheimlich an ihrem Comeback gearbeitet“) zurückgreifen. Allerdings ist der Einsatz von Izabella Nagy (schwere Ellbogenprellung) höchst fraglich.

Nicht minder groß wird die Herauforderung indes für die Kirchhofer Abwehr, die im Hinspiel sehr gut stand. Da musste der TVB allerdings auch auf seine Top-Torjägerin Marieke Köhler verzichten, die mittlerweile wieder verlässlich aus der zweiten Reihe trifft. Überhaupt geht vom Beyeröhder Rückraum wohl die meiste Gefahr aus. Von den Zwillingen Mandy und Sandra Münch, die das Spiel ihrer Mannschaft lenken, und von Linkshänderin Melina Fabisch, die wieder ins Team zurückkehrt. Carolin Stallmann muss weiterhin passen.

Neitsch-Team fast durch

Weiterhin lobt Trainerin Neitsch den „totalen Zusammenhalt, der uns über manch‘ schwierige personelle Situation hinweg geholfen hat.“ Dergestalt, dass die Wuppertalerinnen als Tabellensiebter sieben Spieltage vor Schluss schon mehr Punkte haben als in der kompletten vergangenen Saison, die die Westdeutschen als Zehnter beendeten. Zum sicheren Klassenerhalt fehlt ihnen noch ein Sieg, den sie natürlich liebend gern im kommenden Heimspiel gegen Kirchhof einfahren würden.

Allerdings: Vor einer Pflichtaufgabe wähnt Meike Neitsch, die Ex-Nationalspielerin (135 Länderspiele), die favorisierten Gastgeber auf keinem Fall. „Das wird bestimmt wieder eng“, sagt die Europapokalsiegerin von 1991 (mit dem TV Lützellinden) voraus. Auch sie hat fleißig Video geschaut. Und weiß, „dass nicht nur wir uns seitdem verbessert haben, sondern Kirchhof auch.“

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